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/Paraschat Wajechi/


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Raw Frand zu Parschat Mikez 5763 (Beitrag 1)

Hilfe gesucht: Isch navon wechacham - keine Bürokraten erwünscht

Unsere Parscha beginnt mit der Geschichte von Pharao's Traum. Josef deutete den Traum folgendermassen: Die sieben mageren Kühe, welche die sieben fetten Kühe verschlingen weisen auf sieben magere Jahre hin, welche auf die sieben fetten Jahre folgen werden. Josef empfahl, eine staatliche Behörde zu einzurichten mit der Aufgabe, in den sieben Jahren des Überflusses Speise zu sammeln und diese dann in den Hungerjahren zu verteilen. Der genaue Wortlaut dieser Empfehlung war: "Und jetzt möge Pharao einen 'einsichtigen und weisen Mann' suchen und ihn über das Land Ägypten einsetzen." [Berejschit 41:33]

Der Autor des Buches Schaj Le'Torah stellt folgende Frage: Wieso strich Josef die Eigenschaften von Weisheit und Einsicht für die Person heraus, welche sich für dieses neue Amt eignen würde? Für diese Aufgabe ist doch vor allem ein eingefleischter Beamter gesucht. Man könnte doch annehmen, dass die wichtigste Fähigkeit für den Inhaber dieses neuen Amtes ein aussergewöhnliches Organisationstalent und nicht Weisheit und Einsicht wäre.

Die Antwort darauf war, dass Josef fühlte, dass unter den gegebenen Umständen ein Chacham (Weisen) der Richtige war. "Wer ist weise? Einer, der spürt, was die Zukunft bringt." [Tamid 32a] Wenn ein Land sieben Jahre lang im Überfluss lebt, gibt es wenige, die sich vorstellen können, dass die Seifenblase einmal platzen könnte und Produkte, die zur Zeit zur Genüge erhältlich sind, eines Tages Mangelware sein könnten.

Menschen, die in den "Boomjahren" um 1980 lebten, als man im Immobilienhandel leichtes Geld machen konnte, können sich kaum vorstellen, wenn man nichts mehr verkaufen oder sogar vermieten kann. In den "guten alten Tagen", in denen ein Liter Benzin nur 80 Rp. oder 90 Rp. kostete, wurde überschüssiges Erdöl gerade beim Bohrturm abgefackelt. Es gab zuviel. Man konnte nichts mehr damit anfangen. "Unproduktive Bohrstellen", die nicht wenigstens 100 Barrels am Tag lieferten, wurden stillgelegt. Später, als sich an den Tankstellen lange Schlangen bildeten, dachten wir wehmütig daran zurück: "Wir erinnern uns an den Fisch, den wir assen ..." [Bamidbar 11:5] Wir erinnerten uns an die guten, alten Zeiten, in denen wir an der Tankstelle vorfahren konnten und der Tankwart unsere Scheiben wusch und den Ölstand prüfte.

Dies war auch in Ägypten der Fall. Bei einer solchen Unmenge von Getreide war es schwierig, die Leute zu überzeugen, dass sparen und für morgen aufbewahren angezeigt war. Wer war imstande, Menschen zur Einsicht zu bringen, dass die "guten Zeiten" nicht ewig dauern werden? Dies brachte ein gewöhnlicher Beamte nicht zustande. Nur eine "weise und einsichtige Persönlichkeit" war dieser Aufgabe gewachsen. Die Aufgabe rief nach einem "Chacham", der die Zukunft abschätzen konnte und den anderen diese Zukunft verständlich machen konnte und sie überzeugen konnte, dass diese Zukunft zur Realität werden könnte. Darum konnte nur jemand von Josef's Kaliber die Voraussetzungen für diese Aufgabe erfüllen.


Quellen und Persönlichkeiten:
Rav Chajim Schmulewitz (1902 - 1978): Autor des Buches "Schaj Le'Torah "; Rosch Jeschiwa Mir; Litauen; Kobe; Jerusalem.



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