Tewet 
/Paraschat Wajechi/


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Raw Frand zu Parschat Mikez 5767 (Beitrag 2)

Was geschieht, ist nicht notwendigerweise schlecht

Ja’akov fragt seine Söhne: „Weshalb habt ihr mir Schlechtes getan? “(lamah harej’otem li) [Bereschit 43:6].

Der Midrasch sagt darauf: „Dies ist das einzige Mal im ganzen Dialog zwischen Ja’akov und seinen Söhnen über Josef, dass eine Aussage von Ja’akov nicht wenigstens in irgendeiner Weise der Wahrheit entsprach.“

Obwohl Ja’akov einige Male in diesem Gespräch etwas behauptete, das uns als unwahr erscheint, zum Beispiel „Josef ist zerrissen“ „tarof taraf Josef“; „ein wildes Tier hat ihn gefressen“ „chaja ra’ah achalat’hu“, kann man es doch mit der Wahrheit übereinstimmend erklären.

Zum Beispiel die Behauptung “Josef ist zerrissen” kann man so erklären, dass Josef von seinem Vater und seinen Brüdern “weggerissen” wurde. Ebenso kann der Ausdruck “ein wildes Tier hat ihn gefressen” metaphorisch auf die Frau von Potifar hinweisen.

Nur einen Kommentar von Ja’akow kann man nicht erklären, und dieser ist: „Weshalb habt ihr mir Schlechtes getan?“ Der Midrasch sagt weiter: ”G’tt sagte: Ich bin damit beschäftigt, seinen (Ja’akovs) Sohn zum Herrscher von Ägypten zu machen und er reklamiert über seinen Kummer?“

Haschem ist nicht mit Ja’akov’s Definition der Dinge zufrieden. Ja’akov nennt die Geschehnisse „schlecht“.

„Ich bin daran, deinen Sohn als Vizekönig von Ägypten einzusetzen. Ich versuche die Welt vor einer Hungersnot zu retten. Wie kannst du dies „schlecht“ nennen?“
Die sehr anspruchsvolle Lektion aus diesem Midrasch ist, dass uns viele Geschehnisse als furchtbar erscheinen. Erst nach einiger Zeit wird uns klar: Was wir als furchtbar einstuften, ist eigentlich gar nicht so schlimm.

Dieses Konzept ist schwer anzunehmen. Da wir Menschen, an Zeit und Raum gebunden sind, können wir dies nur mit grossen Schwierigkeiten akzeptieren. Wir beobachten Dinge, während sie geschehen und können uns nicht vorstellen, dass sie etwas Positives hervorbringen können. Manchmal jedoch, nach einiger Zeit, sehen wir, was wir als “furchtbar” eingestuft hatten, stellte sich als “sehr gut” heraus.



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