Rabbi Jizchak wendet sich an die Juden, nicht an die anderen Nationen - (Rav Frand Berejschit 5781 – Beitrag 1)


Rabbi Jizchak wendet sich an die Juden, nicht an die anderen Nationen


Raschi bemerkt im Namen von 'Rabbi Jizchak' [Berejschit 1:1], dass es eigentlich logischer wäre, wenn die Torah, welche eigentlich ein Gesetzeswerk darstellt, mit dem ersten Gebot "Dieser Monat sei für euch der Anfang aller Monate" [Schemot 12:2] anfangen würde. Wieso beginnt die Torah mit der Schöpfungsgeschichte?

Anwortet Rabbi Jizchak: "Die Torah beginnt mit der Schöpfungsgeschichte, weil sie die Botschaft des Passuks "Seine Allmacht verkündete Er Seinem Volke, um ihm das Erbe der Nationen zu geben" [Tehillim/Psalmen 111:6] übermitteln will. Wenn die Nationen der Welt zu Jisrael sprechen sollten "Ihr seid Räuber, weil ihr das Land der sieben Nationen, die Kana'an besiedelten, erobert habt", so wird Jisrael entgegnen, die ganze Welt gehört dem Heiligen, gelobt sei Er. G'tt. Er hat sie erschaffen und demjenigen gegeben, der gerecht in Seinen Augen [Jirmejahu 27:5]. Nach Seinem Gutdünken gab Er ihnen das Land und nach Seinem Gutdünken nahm Er es ihnen wieder weg und gab es uns".

Rav Elja Me'ir Bloch stellte folgende Frage: Was erreichen wir, wenn wir dieses Argument vorbringen? Die Nationen der Welt werden von diesem Argument kaum überzeugt sein. Ob wir Raschi zitieren oder 'Rabbi Jizchak' - dies wird sie nicht im Geringsten dazu bringen, den Anspruch der Juden auf Erez Jsrael (das Land Israel) anzuerkennen. Vielmehr, so meint Rav Elja Me'ir Bloch, ist diese Raschi für uns selbst gedacht und nicht für die anderen Völker.

Ist es uns klar und sind wir wirklich überzeugt davon, dass das Land uns gehört, dann haben wir die Kraft, die Gewissheit und die Sicherheit, um gegen die anderen Nationen der Welt aufzustehen und sie voller Überzeugung wissen zu lassen: "Das ist unser Land." Es geht nicht darum, Argumente zu finden, wenn wir unsere Rechte auf das Land verteidigen. Es geht auch nicht darum, ob sie unsere Argumente entgegennehmen. Es geht darum, dass wir von unserem Recht auf das Land überzeugt sind. Wenn ein Mensch WEISS und ÜBERZEUGT ist, dass er Recht hat, dann hat er auch den Mut aufzustehen und zu sagen: "Es tut mir leid, aber dies gehört mir - und nicht dir!" Das lehrt uns die erste Raschi im Chumasch.

Ein Jude sollte daran denken, dass unser Anspruch auf Erez Jisrael auf Rabbi Jizchaks Argument beruht.  Die Begründung „wir brachten die Wüste zum Blühen" oder „das Land gehört uns wegen unserer militärischen Stärke“ sind die falschen Argumente. Je mehr wir von der Richtigkeit von "Seine Allmacht verkündete Er Seinem Volke, um ihm das Erbe der Nationen zu geben" überzeugt sind, desto eher können wir das, was uns mit vollem Recht gehört, bewahren.

Quellen und Persönlichkeiten:

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Die Bearbeitung dieses Beitrages erfolgte durch Mitarbeiter des Jüfo-Zentrums in Zürich

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