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Raw Frand zu Parschat Noach 5766 (Beitrag 2)

Ein Vergleich von zwei Männern und ihren entsprechenden Laufbahnen

Gegen Ende der Parscha (Wochenabschnitt) sagt der Pasuk: „Da fing Noach an ein Mann der Erde zu sein und pflanzte einen Weinberg.“ [Bereschit 9:20] Der Midrasch zu diesem Pasuk sagt, dass Noach zu Beginn ein Gerechter („Isch Zadik“) genannt wird, später im Leben nennt man ihn einen Mann der Erde („Isch ha’Adamah“). Der Midrasch stellt Noachs geistigen Abstieg dem geistigen Wachstum von Mosche Rabbejnu gegenüber. Zu Beginn wird Mosche ein Ägypter („Isch Mizri“) genannt, später nennt man ihn jedoch einen Mann von G’tt („Isch Haelokim“).

Mosches Leben ist die Geschichte eines geistigen Aufstiegs. In seiner Jugend nahmen die Menschen an, dass er nichts anderes als ein ägyptischer Prinz wie jeder andere sei. Er entwickelte sich jedoch und wurde zu einem Mann G’ttes. Noach wird uns als überaus frommer Mann, als der Gerechteste seiner Generation vorgestellt. Das letzte, was wir von ihm vernehmen, ist jedoch, dass er ein einfacher Bauer wurde, welcher sich wegen Trunkenheit erniedrigte.

Wieso endete Noachs geistige Karriere in solch tiefer Schmach? Es gibt einen weiteren Midrasch, welcher sich mit dieser Frage befasst. Der Midrasch besagt, dass drei Menschen, die von Land besessen waren, dadurch einen geistigen Niedergang erfuhren: Kajin, Noach und Usijahu. Der Midrasch sagt, dass der Landbau zu Noachs Lebensmittelpunkt wurde.

Man konnte von Noach nicht erwarten, dass er keinen Ackerbau betreiben solle. Noach befand sich nicht im Gan (Garten) Eden. Er hatte wirklich keine Wahl. Er musste sein Leben fristen. Er musste etwas anpflanzen. Der Midrasch kritisiert Noach nicht dafür, dass er sich um seinen Lebensunterhalt bemühte.

Der Midrasch sagt jedoch, dass der Pasuk lehrt, dass Noach so von seiner Karriere im Ackerbau besessen war, dass er sich von einem „Isch Zadik“ in einen „Isch ha’Adama“ verwandelte. Wenn wir die Sache aufmerksam betrachten, stellen wir fest, dass das Land sein eigentlicher Lebenszweck wurde.

Wahrlich: Es ist nicht falsch, wenn ein Mensch hinausgeht, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Es ist jedoch eine Tragödie, wenn er mit seinem Beruf am treffendsten beschrieben wird – Noach, „der Bauer“, statt Noach, der Gerechte.

Der Sohar beschreibt, wie Rabbi Schimon bar Jochaj einmal Rabbi Jossi traf. Er sah, dass dieser über weltliche, geistlose Dinge nachsinnte. Er wies Rabbi Jossi zurecht und sagte ihm, dass er nicht derselbe Mensch wie früher sei. Rabbi Jossi nahm sich diese Zurechtweisung zu Herzen. Er richtete seine geistige Kraft wieder auf die Torah und empfand grosse Freude an dieser Erfahrung. Rabbi Schimon bar Jochaj bemerkte daraufhin: „Der alte Rabbi Jossi, so wie ich mich an ihn erinnere, ist wieder zurückgekehrt.“

Gemäss den Worten des Sohar bestand der Beweis, dass Rabbi Jossi zu seinem alten Ich zurückkehrte, darin, dass er wieder „seine Freude an der Torah hatte“. Seine Torah war das, was ihn früher definiert hatte. Die Torah hielt ihn in Bewegung. Als er sich von weltlichen Dingen ablenken liess, verlor er seinen Blickpunkt und sein Lebensziel. Nicht die Rückkehr ins Bejt Hamidrasch (die Studienhalle) war der Beweis, dass er wieder „der alte Rabbi Jossi“ wurde. Es war die Tatsache, dass er wieder Freude an seiner Torah empfand. Sie wurde sein Leben, sein Lebenszweck. So wurde er wieder der gleiche Rabbi Jossi wie früher.

Quellen und Persönlichkeiten:
Midrasch: Erklärung zur Torah, oft mit Gleichnissen.
Rabbi Schimon bar Jochaj und Rabbi Jossi (lebten um das Jahr 189 d.g.Z.): Mischnalehrer in Israel.
Sohar: Hauptwerk der jüdischen Mystiklehre.



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