Tamus
/Paraschat Balak

Warnung

JUser: :_load: Fehler beim Laden des Benutzers mit der ID: 62

Raw Frand zu Parschat Wa'era 5768 (Beitrag 2)

Die Ägypter blieben störrisch entgegen besserem Wissen

Die Plage von Dewer (Pest) zerstörte den ganzen Viehbestand Ägyptens. Hingegen starben keine Tiere von jüdischen Eigentümern. Dennoch verhärtete sich Pharaos Herz; die Plage hatte nicht den erwünschten Effekt.

Bei der nächsten Plage Schechin (Beulen) schreibt der Pasuk, "Er (der Russ) wird zu Staub werden über das ganze Land Ägypten, und er wird im ganzen Land Ägypten zu einem an Menschen und Vieh in Blasen aufbrechenden Entzündungsaussatz werden." [Schemot 9:9]. Und wirklich, dies ist was geschah: "Sie nahmen Russ aus dem Kalkofen und stellten sich vor Pharao und Mosche warf ihn zum Himmel, und da kamen entzündete Blasen, die an Mensch und Tier ausbrachen." [Schemot 9:10]. Die Frage ist, "Welche Tiere?” Starben nicht alle Tiere bei der vorherigen Plage Dewer?

Raschi stellt diese Frage und antwortet, dass Dewer nur jene Tiere befiel, die draussen auf dem Feld waren; wie es Mosche bei der Warnung formulierte: „Es wird die Hand des Ewigen gegen dein Vieh sein, das auf dem Felde ist.“ (Schemot 9:3) Diejenigen Menschen, die "das Wort von G'tt fürchteten" nahmen ihre Tiere herein, und retteten sie dadurch vor Dewer. Zu diesem Zeitpunkt hatten also nur die Männer “die G'tt fürchteten” noch Tiere.

Doch bei der nächsten Plage Barad (Hagel), warnt Mosche die Menschen wieder: "Siehe, zu dieser Zeit morgen werde ich einen sehr schweren Hagel hinabregnen lassen, wie es in Ägypten noch nie gewesen ist, vom Tage an, als es gegründet wurde, bis heute. Und nun schicke, sammle ein dein Eigentum und alles was du auf dem Feld hast; Menschen und Tiere, die sich auf dem Feld befinden und nicht ins Haus geborgen werden, auf die wird der Hagel hinunterkommen und sie werden sterben." [Schemot 9:18-19]

Die Torah schreibt weiter: "Wer von Pharaos Dienern das Wort von Haschem fürchtete, flüchtete seine Knechte und sein Eigentum in die Häuser. Und wer aber sein Herz nicht auf das Wort G'ttes richtete, der liess seine Knechte und sein Eigentum auf dem Feld." [Schemot 9:20-21]

Die Frage sticht ins Auge: Wer immer zu diesem Zeitpunkt noch Tiere hatte, hatte schon bewiesen, dass er das Wort von G'tt fürchtete. Wie kann dann der Pasuk schreiben, dass es Menschen hatte, die sich NICHT vor dem Wort G'ttes fürchteten, und deshalb ihre Tiere während der Plage von Barad draussen im Feld liessen?

Ich sah einen sehr interessanten Gedanken dazu von Raw Elja Meir Bloch. Die Torah offenbart uns hier eine fundamentale Wahrheit über die menschliche Natur. Es stimmt, dass es während der fünften Plage Dewer Ägypter gab, die “das Wort G'ttes fürchteten” und ihre Tiere in die Ställe brachten bevor die Plage begann. Doch bei der siebten Plage Barad riefen einige dieser gleichen Menschen aus "Nein! Ich weigere mich, meine Tiere hereinzunehmen." Der Unterschied war, dass Mosche Rabbenu in der Warnung vor Dewer, die Ägypter nicht aufforderte, ihre Tiere in die Häuser zu bringen. Er warf ihnen nicht den Fehdehandschuh hin und sagte (wie er es bei Barad tat) "Wollt ihr eure Tiere lebendig – bringt sie herein; wollt ihr sie tot, so lasst sie draussen!"

Während der früheren Plage, sicherten sich kluge Menschen ab. Sie mussten sich nicht dem Jezer haRa (schlechten Trieb) entgegenstellen, Mosches Aufforderung nicht Folge zu leisten. Bei Barad aber, als ihnen gedroht wurde, da liessen ihre Emotionen sie nicht vernünftig handeln, so sehr ihnen ihre Logik und ihr Verstand auch dazu rieten. Dies ist die menschliche Natur. Wir stellen uns Befehlen und Zwang entgegen, sogar wenn wir tief in unseren Herzen wissen, dass es das Gescheiteste wäre, diesen “Befehlen” Folge zu leisten.

Viele Menschen sind bereit ihr Leben, einen Körperteil oder ihr Vermögen zu verlieren; und dies nur, um nicht zugeben zu müssen, dass: "Haschem ist der G'tt." (Haschem hu haElokim).



Rav Frand, Copyright © 2008 by Rav Frand und Project Genesis, Inc und Verein Lema'an Achai / Jüfo-Zentrum.

Weiterverteilung ist erlaubt, aber bitte verweisen Sie korrekt auf die Urheber und das Copyright von Autor, Project Genesis und Verein Lema'an Achai / Jüfo-Zentrum und auf Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, sowie www.torah.org.

PopFeed: The email recipient specified is either empty or invalid. Please check the plugin options.

Drucken E-Mail

  • /parascha/25-waera/279-raw-frand-zu-parschat-waera-5768-beitrag-1.html
  • /parascha/25-waera/233-raw-frand-zu-parschat-waera-5767.html

Das diesjährige Schabbat-Projekt - von Oberrabbiner Warren Goldstein

WhatsApp Image 2018 11 01 at 16.12.30

Ein nicht beabsichtigtes Schabbat-Verbot

שולחן שבת

Schabbat - Gedenktag der Schöpfung und G-ttes Einflussnahme auf die Geschichte

שבת

Aktuell sind 355 Gäste und keine Mitglieder online

Jüdisches Leben in Zürich

jewish-zuerich

Jüdisches Leben in Zürich

Koschere Hotels
in der Schweiz

hotelinberge

Koschere Hotels