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Raw Frand zu Parschat Bamidbar 5765 (Beitrag 2)

Wieso wurde Sevulun zur Handelsflotte geschickt?

Jeder Stamm verfügte über seine eigene Fahne („Degel“). Wenn wir an Fahnen denken, kommt uns ein weltliches Umfeld in den Sinn. Fahnen begannen bei den Stämmen in der Wüste. Jede Flagge zeigte das Symbol des entsprechenden Stammes. (Dieses entsprach üblicherweise dem Segen Ja’akovs an seine Söhne.) Jehudas Symbol war ein Löwe. Der Löwe ist der König der Tiere. Jehuda war der Stamm der königlichen Dynastie. Aus diesem Grund prangte der Löwe auf der Fahne von Jehuda.

Die Fahne von Jissachar zeigte Sonne, Mond und Sterne. Der Grund bestand darin, dass der Stamm Jissachar über „Männer, die die Zeiten deuten können“ verfügte. [Chronik/Divrej HaJamim I 12:33] Sie beherrschten die Astronomie und dienten als Berater des Sanhedrin (oberster Gerichtshof), wenn es um die Berechnung des Neumondes ging.

Das Symbol des Stammes Sevulun war ein Schiff. Sie waren die Handelsflotte. Das Meer war ihre Einkommensquelle. Deshalb war ein Schiff ihr Symbol.

Man kann sich folgende Frage stellen: Wieso schenkte G’tt dem Stamm Sevulun, welcher den Stamm Jissachar unterstützte, und deshalb ein starkes Einkommen benötigte, nicht ein einfaches Leben? Wieso konnte er Sevulun nicht eine leichte, saubere Arbeit zuteilen, eine, bei der man an einem Pult sitzt, einige Telefongespräche führt und gute Gewinne einstreicht? Stattdessen waren sie Seeleute und reisten in unsicheren Schiffen in entlegene Länder. Diejenigen, welche „zum Meer hinuntersteigen“ („Jordej HaJam“) gehören zu einer Gruppe von Menschen, welche dazu verpflichtet sind, jedes Mal bei ihrer Heimkehr G’tt für ihre Rettung zu danken (indem sie „Gomel benschen“). Der Stamm Sevulun hatte von allen Stämmen wohl den gefährlichsten Beruf. Warum machte man es Sevulun so schwer? Hätte er nicht Anrecht auf den einfachsten aller Berufe? Wieso bestimmte die Vorsehung, dass er als Seemann seinen Lebensunterhalt verdienen solle?

Der Kol Dodi zitiert eine Gemara [Kiduschin 82a], welche besagt, dass die Mehrheit der Seeleute fromm sind („rubam Chassidim“). Der zugrundeliegende Gedanke ist, dass es in der Löwengrube keine Atheisten gibt. Wer die Gefahren einer Seefahrt heil übersteht, kommt seinem Schöpfer näher. Jedesmal, wenn ein Seemann den festen Boden verlässt, begibt er sich in G’ttes Hand. Ein Seemann sieht und fühlt die g’ttliche Vorsehung auf der ganzen Reise. Aus diesem Grund lenkte G’tt Sevulun zur Handelsmarine. Er wollte, dass Sevulun grosszügig sei („Ba’al Zedakah“). Wer die Hand G’ttes bei seinem Lebensunterhalt erkennt, ist mit grösster Wahrscheinlichkeit auch ein grosszügiger Ba’al Zedakah.

Ich kann dies aus eigener Erfahrung bestätigen. Es gibt Geschäftsleute, die keine Ahnung haben, wie viel sie in einem bestimmten Jahr verdienen werden oder wie viele Kunden den Weg zu ihnen finden werden; diese sprechen fortwährend über „Haschgachah“ (G’ttliche Vorsehung). Angestellte, welche jede Woche den gleichen Lohn erhalten und schon zu Jahresbeginn genau wissen, wie viel sie verdienen werden, haben viel weniger das Gefühl für die Hand G’ttes in ihren Geldangelegenheiten. Sie denken eher: „Ich verdiene meinen Lebensunterhalt“ (im Gegensatz zu: „Ich verdiene meinen Lebensunterhalt dank der Barmherzigkeit G’ttes.“ ). Sie denken eher: „Meine Kraft und die Stärke meiner Hand hat mir dieses Vermögen erworben.“ [Devarim 8:17]

Menschen, welche fortwährend an ihre Abhängigkeit von G’tt erinnert werden, sind im allgemeinen grosszügiger. Gerade weil G’tt wollte, dass Sevulun Jissachar unterstützt, schickte er ihm einen Beruf, in dem er tagtäglich erfährt, wie G’tt sein Leben lenkt. Auf diese Weise werden seine wohltätigen Spenden viel grosszügiger ausfallen.


Quellen und Persönlichkeiten:
Rabbi David Feinstein: Zeitgenössischer Rosch Jeschiwa in Jerusalem, Israel. Verfasser des Sefers Kol Dodi.



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