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/Paraschat Ha'asinu - Asseret Jemei Teschuva

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Raw Frand zu Parschat Beha'alotecha 5764 (Beitrag 1)

Mosches Bescheidenheit war der Grund für Ziporahs Irrtum

Der Pasuk (Vers) am Ende der dieswöchigen Parscha berichtet über die Unterhaltung zwischen Mirjam und Aron, die sie über ihren Bruder Mosche "wegen der Kuschitischen Frau, die er geheiratet hatte" [Bamidbar 12:1] führten. Raschi verweist auf einen Midrasch, der den Hintergrund dieser Unterhaltung beleuchtet. Der Vorfall mit Eldad und Meidad geht dem Gespräch zwischen Mirjam und Aron voran. Eldad und Meidad erhielten plötzlich prophetische Weitsicht. Offensichtlich stand Mosches Frau Ziporah gerade neben Mirjam. Spontan bemerkte sie: "Oh, ihre armen Frauen - sie haben de facto ihre Männer verloren!"

Ziporah bedauerte die Tatsache, dass Frau Eldad und Frau Meidad jetzt "Prophetenwitwen" sein würden. "Ihre Männer werden nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Das ist mir geschehen. Mosche, mein Gatte, wurde zum Propheten und trennte sich von mir."

Mirjam war über diese Bemerkung entsetzt. "Einen Augenblick", dachte sie bei sich, "Ich bin eine Prophetin, mein Bruder Aron ist ein Prophet. Wir haben keine Einschränkungen mit unseren Ehepartnern." Sie wunderten sich über Mosches Beziehung zu seiner Frau.

G'tt hörte ihre Bemerkungen. G'tt bezeugte Mosches Einzigartigkeit und dass er seine Frau auf G'ttlichen Befehl hin verlassen hatte. Somit gaben sie Mosche fälschlicherweise die Schuld. Das ist die "Geschichte". Ein Vers in dieser Geschichte passt jedoch nicht hinein. Mittendrin sagt der Vers: "Und der Mann Mosche war der bescheidenste Mensch auf Erden" [12:3]. Was sucht dieser Vers hier? Er gehört nicht zum Thema! Eine Bemerkung zu Mosches Stellung als dem grössten Propheten wäre vielleicht angebracht gewesen. Es scheint jedoch fehl am Platz zu sein, hier seine Bescheidenheit hervorzuheben.

Der Avot D'Rav Nassan erklärt diesen Vers und stellt ihn in den Zusammenhang mit Mirjams Gespräch mit Aron. Mirjam stellte fest: "Ich bin eine Prophetin und trotzdem musste ich meinen Mann nicht verlassen." Aron meinte: "Auch ich bin ein Prophet und musste meine Frau nicht verlassen". Sie zogen daraus den Schluss, dass Mosche sich aus Hochmut (als "Ba'al Ga'ava") anders verhielt. "Sicher meint Mosche vor lauter Einbildung und Anmassung, dass er über jeglichem Familienleben steht."

Deshalb kam G'tt Selbst und bezeugte, dass ihre Einschätzung vollständig falsch war. "Mit Hochmut hat Mosche Rabbejnu nichts zu tun. Im Gegenteil: Er ist der bescheidenste Mensch, der je gelebt hat."

Eigentlich war Mosches Bescheidenheit schuld daran, dass Ziporah seine Trennung von ihr falsch verstanden hatte. Sie zog deshalb den Schluss, dass den Frauen von Eldad und Meidad dasselbe Schicksal blühte. Mosche war zu bescheiden gewesen. Er hatte seiner Frau nicht gesagt, dass G'tt ihn als so aussergewöhnlich betrachtete - als den bedeutendsten Propheten auf Erden - und er sich deshalb von ihr trennen musste. Mosche hatte seiner Frau einfach erklärt, dass sie nicht mehr länger zusammen leben durften, weil er ein Prophet sei. Sie folgerte daraus, dass diese Regel für alle Propheten gilt. Mosches Bescheidenheit war also der Grund, weshalb seine Frau glaubte, dass Eldad und Meidad jetzt ihre Frauen auch verlassen müssten.

Ironischerweise führte Mosches Versuch, das wirkliche Wesen seiner Prophetie zu verheimlichen dazu, dass G'tt veranlasst wurde, seine einzigartige Stellung zu verkünden.

Aus dieser Begebenheit können wir noch eine zweite Lehre ziehen, die oft im Leben gilt. Wenn Leute einen anderen Menschen wegen einem vermeintlichen Charakterfehler verurteilen, stellt sich häufig heraus, dass das empfundene Manko im Grunde genommen seine grösste Stärke ist.

Oftmals verurteilen Menschen jemanden, weil sie glauben, er sei unehrlich. Später stellt sich heraus, dass dieser Mensch sogar ausserordentlich ehrlich ist. Menschen kritisieren einen anderen, weil sie meinen, er sei eingebildet - dabei ist dieser Mensch im Gegenteil äusserst bescheiden. Die Menschen attackieren einen anderen oft genau dort, wo dieser Mensch vorbildlich ist.



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