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/Paraschat Ha'asinu - Asseret Jemei Teschuva

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Raw Frand zu Parschat Beha'alotecha 5763 (Beitrag 2)

Der treue Diener war für seine Frau ein treuer Ehemann

Das Ende dieser Parscha erzählt die Geschichte, in der Mirjam "Laschon Hara" (üble Nachrede) über ihren Bruder Mosche sprach, als es um "die kuschitische Frau, die er geheiratet hatte" [Bamidbar 12:1] ging. G'tt zürnte Mirjam und verteidigte Mosche mit einer Lobrede, wie sie während der gesamten Geschichte der Menschheit noch nie über einen Menschen gesprochen worden war.

Es gibt eine Vielzahl von Auslegungen, wie Mirjams Tadel über die "kuschitische Frau, die Mosche geheiratet hatte" zu verstehen ist. Der Moschav Sekeinim mi'Ba'ale Tosfot (ein Torahkommentar der Ba'ale Tosfot) fasst diese Rüge auf eine aussergewöhnliche Weise auf. Er erklärt, dass Mirjam meinte, dass es "unter Mosches Würde sei, unter den jetzigen Lebensumständen mit einer midjanitischen Frau verheiratet zu sein".

Als Mosche schon beinahe 80 Jahre alt war, befand er sich auf der Flucht. Es hatte ihn als 'Rechtsbrecher' nach Midjan verschlagen und dort heiratete er Ziporah. Es war für Mirjam noch verständlich, dass er unter diesen Umständen so eine Frau heiratete.

Aber jetzt war er der wichtigste Mensch seiner Zeit. Nun brauchte er eine bessere, gleichwertige Frau. Dass der Führer der Generation eine Fremde ohne besondere Vorfahren zur Partnerin hatte, schickte sich wirklich nicht.

Der Moschav Sekeinim erweitert diese Begebenheit und beschreibt, dass Mirjam dies Mosche mitgeteilt hatte. Er jedoch lehnte es ab, sich von Ziporah scheiden zu lassen. Mosche entgegnete Mirjam, dass er sich gerade wegen den Argumenten, die Mirjam vorbrachte, nicht von seiner Frau scheiden lassen werde. "Diese Frau heiratete mich, als ich mich als armer, mittelloser Schafhirt auf der Flucht befand. Sie hielt zu mir, als ich ein Niemand war. Ich werde sie auch jetzt, als 'Gadol HaDor' (Führer der Generation) und Herr aller Propheten, nicht wegschicken."

Gemäss dem Moschav Sekeinim passt diese Deutung zu G'ttes Zeugnis für Mosche "in Meinem ganzen Haus hat er sich treu bewährt" [Bamidbar 12:7]. Mosche fühlte eine enge Bindung zur Frau seiner Jugend. Er besass das Attribut von Hakarat HaTov (Dankbarkeit für erbrachte Wohltaten) und war nicht bereit seine bisherige Frau, die jetzt als Lebenspartnerin nicht mehr so angesehen war wie andere, fallenzulassen.

Vor die folgende Bemerkung müssen wir ein fettes "Lehavdil" (Unterscheidung zwischen zwei Lebenssituationen, die absolut nicht verglichen werden können) setzen. In der weltlichen Gesellschaft kommt diese Erscheinung öfters vor. Jemand heiratet früh und kommt später zu Geld. Er ist jetzt Direktor und verdient ein siebenstelliges Salär. Seine "alte Frau" entspricht nicht mehr seiner Stellung. Was tut er? Er lässt sich scheiden! Es ist ein Skandal. Er zahlt sie aus, leistet Alimente. Das gehört zu seiner Einstellung: "Was ich tue, ist recht. Ich kann es mir leisten! Ich bin so vermögend, dass ich es mir auch leisten kann, jeden Monat $100'000.- Alimente zu entrichten." Wir vernehmen dies - in der einen oder anderen Form - nur allzu oft.

Der Moschav Sekeinim sagt, dass G'ttes unvergleichliches Lob für Mosche "in Meinem ganzen Haus hat er sich treu bewährt" darauf hinweist, dass er die midjanitische Frau seiner frühen Jahre nicht fallenliess - auch dann, als er sie gemäss seiner Lebensstufe "überholte". Solche Gedanken waren Mosche sichtlich fremd.


Quellen und Persönlichkeiten:
Ba'ale Tosfot ("Tossafisten"): Talmuderklärer des 12. und 13. Jahrhunderts.



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