Schewat/ Paraschat Beschalach

Besuchen Sie jetzt unsere neue Website

logo new 1

  • Home
  • Parascha
  • Lech Lecha
  • Awrahams musterhafte Selbstaufopferung ermöglicht es uns, Alijah zu machen - Rav Frand, Lech Lecha 5784 - Beitrag 2

Awrahams musterhafte Selbstaufopferung ermöglicht es uns, Alijah zu machen - Rav Frand, Lech Lecha 5784 - Beitrag 2

Rav Frand zu Paraschat Lech Lecha 5784 – Beitrag 2

 

Ergänzungen: S. Weinmann

 

Aktuell wie eh und je:

Awrahams musterhafte Selbstaufopferung ermöglicht es uns, Alijah zu machen

Eines der Haupt-Themen in Sefer Bereschit, ist ‘Ma'assej Awot Siman leBanim‘ – was unseren Patriarchen geschehen ist, ist eine Andeutung dafür, was uns, ihren Kindern geschehen wird. Die Patriarchen waren Bahnbrecher für die zukünftige Geschichte. Die Tatsache, dass Awram auf seiner Reise nach Ägypten Erfolg hatte, den Herausforderungen dort widerstehen konnte und das Land mit grossem Reichtum verliess, erlaubte es späteren Generationen die ägyptische Epoche zu überleben und ihrem Glauben treu zu bleiben.

Rabbi Chajim von Woloschin und andere weisen darauf hin, dass Awram bereit war, sein Leben zu riskieren, um G-tt treu zu bleiben, und sich in den Feuerofen in Ur Kassdim hineinwerfen liess. Auch Jizchak war bereit, sein Leben herzugeben und auf dem Altar geopfert zu werden. Dies ermöglichte es Jehudim Tausende von Jahren später, den Mut und die geistige Stärke zu haben, um mit Selbstaufopferung (Messirut Nefesch) und grossem Heldentum für ihr Judentum zu handeln. Auch dies ist Teil von Ma'assej Awot Siman leBanim.

Rabbi Elja Svei bemerkte einmal, dass die Prüfung von "verlasse dein Land, deine Familie und dein Vaterhaus, um zu gehen in das Land, das Ich dir zeigen werde" [Bereschit 12:1] eine Andeutung für das Messirut Nefesch ist, das spätere Generationen zeigten, um die Mizwa von Jischuw Erez Jisrael  (Wohnen in Israel) zu erfüllen.

Viele Menschen denken, es sei eine grosse Selbstaufopferung ihr komfortables Leben in Amerika aufzugeben und in Erez Jisrael zu wohnen. Doch vor rund zweihundertfünfzig Jahren, als die Schüler des Ba’al Schem Tov, des Mesritscher Maggid und des Wilnaer Gaon nach Erez Jisrael gingen, da beinhaltete diese Tat viel mehr Messirut Nefesch. Sie gingen in ein Land ohne Wirtschaft oder Möglichkeit, sich einen Lebensunterhalt zu verdienen. Dies bedeutete ein grosses finanzielles und körperliches Risiko. Und doch gingen die Leute mit grosser Selbstaufopferung.

Bis heute existiert ein gewisses Mass von Selbstaufopferung, wenn man Alija macht und doch tun es viele. Woher haben Jehudim diese Kraft und Überzeugung? Es wurde ihnen durch die Selbstaufopferung Awrahams vorgezeigt, als dieser sein Heim und seinen Geburtsort verliess, um zu reisen "in das Land, das Haschem ihm zeigen würde."

_______________________________________________________________________________________________________________________

Anmerkung des Herausgebers: Im Anhang senden wir einen Auszug des Buches „Chessed leAwraham (Ma’ajan 3, Nahar 22)“ von Rabbi Awraham Asulai in Hebräisch. Wir bringen hier eine (etwas gekürzte) Übersetzung von Herrn Gil Barnea, Düsseldorf, die er im Jahre 2016, zu Ehren der Jahrzeit von Rabbi Awraham Asulai, am 24. Cheschwan, veröffentlicht hat:

 

Schnell „Alijah“ machen!

Letzten Freitag, den 24. Cheschwan (bzw. 25.11.2016), jährte sich der Todestag (die „Jahrzeit“) des Kabbalisten, Rabbi Awraham Asulai (1570-1643; Fez / Marokko, Chewron / Erez Jisrael). Seine folgenden Ausführungen behandeln das Geheimnis und Verdienst derjenigen, die zum Zeitpunkt der Offenbarung des Maschiach im Lande Israel leben werden:

„Ihr sollt wissen, dass sich in unseren Händen eine anerkannte Tradition (Überlieferung) befindet, dass an jenem Tag, an dem der König Maschiach mit der Einsammlung der Exilanten in das Land Israel kommen wird, eine Anzahl von 7000 der Kinder Israels im Lande [Israel] zu finden sein wird. Am selben Tag werden die Toten des Landes Israel zum Leben erweckt werden. Ebenfalls am selben Tag, werden die Mauern von Jerusalem entfernt und der Tempel aus Edelsteinen und Perlen neugebaut werden.

„Wenn die Toten des Landes Israel auferstehen werden, dann werden sie sich in neue spirituelle Geschöpfe verwandeln. Auch die 7000, die zu dieser Zeit lebendig sein werden, verwandeln sich in neue Geschöpfe. Sie alle werden spirituelle Körper haben – ähnlich dem Körper von Adam [dem ersten Menschen] vor seiner Sünde, sowie den Körpern von Chanoch, Mosche Rabbejnu und Elijahu Ha’Nawi. Sie werden alle in der Luft schweben und aufsteigen wie Adler. Dies wird all jenen sichtbar sein, die aus dem Exil zurückkehren.

„Wenn diese – ihre Brüder – sich in neue Geschöpfe verwandeln, durch die Luft schweben und im (unteren) Garten Eden verweilen, um Thora aus dem Munde des Allmächtigen zu lernen (gelobt sei Sein Name), dann werden alle Kinder der eingesammelten Exilanten – mit Furcht in ihren Herzen und Kummer (bzw. Qual) in ihren Seelen – zum König Maschiach aufschreien! Sie werden fragen: ‚Auch wir sind Teil der Nation der Kinder Israels – genauso wie sie! Warum haben sie es verdient, spirituelle Wesen in Körper und Seele zu sein – und wir nicht? Warum sind wir ‚geringere' Wesen?

„Der Maschiach wird ihnen antworten: ‚Die Eigenschaften des Ewigen, gelobt sei Er, sind schon bekannt und berühmt. Er gibt jedem ‚Mass für Mass‘! Diese weilten ebenfalls ausserhalb des Landes [Israel], und nach grosser Anstrengung brachten sie es zustande, in das Land Israel zu kommen, um eine gereinigte Seele zu verdienen. Sie kümmerten sich nicht um ihr physisches oder materielles Wohl. Sie kamen über Wasser und Land – und liessen sich nicht abbringen von den Gefahren der Ozeane oder davor, auf ihrer Reise ausgeraubt zu werden. Sie litten unter grausamen Regierungen – und alles nur um der Essenz ihres Geistes und ihrer Seele willen. Deshalb sind sie vollkommene, spirituelle Wesen geworden – Mass für Mass!

„Doch ihr alle, die [ebenfalls] die Fähigkeit hattet, in das Land Israel zu kommen, wie sie es getan haben, habt euch entmutigen lassen – aus Besorgnis über eure Finanzen! Ihr habt euch gesorgt um eure physische Sicherheit und euer Geld. Diese habt ihr zu den Leitlinien eures Lebens bestimmt – nicht euren Geist und eure Seele. Deshalb seid ihr physische Wesen geblieben!“

(Anmerkung des Herausgebers: Im Weiteren schildert er, auf welcher Art und Weise die eingesammelten Exilanten viel Reichtum erhalten werden, jedoch die spirituelle Höhe der Ansässigen nie erreichen werden!)

Quelle: DailyZohar.com (2014). Rabbi Avraham Azulai.

Nach „Ma’ajan 3, Nahar 22, Chessed Le’Awraham“.

 

Quellen und Persönlichkeiten:

Rabbi Awraham ben Mordechai Asulai (1570–1643); Fes (Marocco), Chewron (Hebron) und Jerusalem (Israel).  War ein grosser Kabbalist, Schüler des Rabbi Chajim Vital (Schüler des Arisal) und dessen Sohn Rabbi Schmuel. Verfasser von vielen Werken, wie Chessed leAwraham, Ba’alej Brit Awraham, etc. Die meisten Werke sind der Kabbala gewidmet. Urgrossvater des bekannten "CHIDA", Rabbi Chajim Josef David Asulai.

Rabbi Chajim ben Jizchak von Woloschin (1749-1821): Berühmter Schüler des Wilnaer Gaon, Gründer der Jeschiwa von Woloschyn; Litauen (heute Weissrussland). Sein Hauptwerk ist die ethisch-kabbalistische Schrift Nefesch Hachajim. Weiteres Werk Ruach Chajim, Kommentar zu Pirkej Awot Die meisten seiner Werke wurden – noch als Manuskripte – 1815 durch einen Brand vernichtet.

Rabbi Elya ben Shmuel Leib Svei (1924 – 2009); Kaunas (Litauen), USA. Er war ein Schüler der Yeshiva Torah Vodaath und von Rabbi Aharon Kotler. Er war ein amerikanischer  Rabbiner und  Rosch-Jeschiva (zusammen mit Rabbi Shmuel Kamenetsky) der Talmudical Yeshiva von Philadelphia. Er war Mitglied der Moetzes Gedolei HaTorah und Vorsitzender des Rabbinerrats von Torah Umesorah.

__________________________________________________________________________________

Die Bearbeitung dieses Beitrages erfolgte durch Mitarbeiter des Jüfo-Zentrums in Zürich

_________________________________________________________

Copyright © 2023 by Verein Lema'an Achai / Jüfo-Zentrum.

Zusätzliche Artikel und Online-Schiurim finden Sie auf: www.juefo.com und www.juefo.ch

Weiterverteilung ist erlaubt, aber bitte verweisen Sie korrekt auf die Urheber und das Copyright von Autor und Verein Lema'an Achai / Jüfo-Zentrum.

 Das Jüdische Informationszentrum („Jüfo“) in Zürich erreichen Sie per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! für Fragen zu diesen Artikeln und zu Ihrem Judentum.

What do you think?

Send us feedback!

Drucken E-Mail

  • https://www.juefo.com/
  • /parascha/14-lechlecha/1945-adon-olam-ist-das-gebet-von-awraham-awinu-rav-frand-lech-lecha-5784-beitrag-1.html

Aktuell sind 229 Gäste und keine Mitglieder online