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Mi Casa es Su Casa (Mein Haus ist Dein Haus) (Rav Zweig Wa'etchanan - Schabbat Nachamu 5781) – Beitrag 1

Ergänzungen: S. Weinmann

 

Mi Casa es Su Casa (Mein Haus ist Dein Haus)

In der dieswöchigen Parasacha heisst es: "Und du sollst sie (die Abschnitte) auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben" [Dewarim 6:9].

Normalerweise wird eine Mizwa mit dem Gegenstand definiert, der zur Ausübung der Mizwa verwendet wird, wie zum Beispiel: Schofar, Lulaw, Zizit oder Tefillin. Die Mizwa von Mesusa bedeutet jedoch einfach "Türpfosten"; der Gegenstand selbst hat keinen definierenden Namen ausser dem Pfosten, auf dem er angebracht wird. Dies wäre vergleichbar mit einer Bezugnahme auf Tefillin als "Arm". Was ist bei der Mesusa anders?

Der Talmud [Traktat Baba Mezia 102a] lehrt uns, dass wenn wir aus einem Haus wegziehen und dabei wissen, dass der nächste Bewohner ein Jude sein wird, wir die Mesusa an der Tür belassen müssen (jedoch darf man den Gegenwert vom neuen Bewohner verlangen). Der Talmud erzählt eine Geschichte über einen Menschen, der diese Verantwortung ignorierte und mit dem Verlust seiner Familie bestraft wurde. Was ist der Ernst dieses Verstosses, das zu solch einer tragischen Strafe führte?

Als Naomi das Land Moaw verliess, versuchte sie, ihre Schwiegertochter Ruth davon abzubringen, sie nach Erez Jisrael zu begleiten und zum Judentum zu konvertieren. Eines der Gebote, die sie erwähnte, war, dass Ruth verpflichtet sein würde, die Mizwa von Mesusa zu erfüllen. Warum ist dies eine so wichtige Mizwa, dass man sie einer Person erwähnen muss, die zum Judentum übertreten möchte?

In der allgemeinen Welt hat eine Person das Recht auf Privatleben, und keine Instanz kann ihr vorschreiben, was sie hinter verschlossenen Türen tun darf; der Mensch ist König seines eigenen Bereichs. Die Art, wie der Mensch bekannt macht, dass sein Haus unter seiner Kontrolle steht, ist, indem er seinen Namen entweder an der Tür oder am Türpfosten anbringt. Indem er eine Mesusa am Türpfosten anbringt, befestigt er den Namen des Allmächtigen an seinem Heim und erklärt damit, dass Haschem die Kompetenz über sein Heim hat. Naomi verstand, dass Ruth, die aus einer Gesellschaft stammt, die einer Person die volle Kontrolle über seine Handlungen innerhalb seines eigenen Heims einräumt, gewarnt werden muss, dass dies bei Juden nicht der Fall ist.

Wenn man eine Mesusa zurücklässt, wenn man seine Wohnstätte aufgibt, ist dies eine Beteuerung, dass dies Haschems Haus ist. Ein Mensch, der die Mesusa entfernt, lehnt Haschems Kontrolle über sein Heim ab. Deshalb ist - G-tt behüte - die Strafe dafür, dass er sein eigenes Heim, d.h. seine Familie verliert.

Die Mesusa dient dazu, ein Heim zu Haschems Heim zu machen. Deshalb ist der Gegenstand der Mizwa das Heim, an der diese Pergamentrolle angebracht wird. Folglich wird die Mizwa durch den Türpfosten des Hauses definiert.

 

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Die Bearbeitung der Beiträge dieser Woche erfolgte durch Mitarbeiter des Jüfo-Zentrums in Zürich

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