Der Monat Kislew

Kislew ist der babylonische Name des Monats. In der Torah wird er neunter Monat genannt, denn es ist der neunte nach Nissan - dem ersten der Monate.

Sein Sternzeichen ist der Bogen (Bogenschütze). Er gleicht dem Regenbogen, der an einem Regentage am Himmel erscheint. In diesem Monat gibt es viele Regentage, und wenn sich die Sonne mit dem Regen verbindet, entsteht ein Regenbogen.

Der erste Regenbogen wurde im Kislew nach der Sintflut erblickt.

Als Noach die Arche verliess zögerte er die Welt neu aufzubauen. Dies geschah aus Furcht vor einer Wiederholung der Sintflut, sollte die Menschheit abermals sündigen. Folglich sicherte G“tt Noach zu: Nie würde die Welt durch eine Flut zerstört werden. Als Zeichen dieser Versicherung würde der Regenbogen erscheinen. Dieser war ein Zeichen, dass beim Sündigen der Menschheit, G“tt sein Versprechen nicht vergisst, wie es heisst: "Und G"tt sagte: dies ist das Zeichen des Bundes, das ich gebe zwischen Mir und euch, und zwischen allen Lebewesen, die in allen Generationen sein werden. Meinen Bogen habe Ich in die Wolken gesetzt, und soll dieser ein Bundeszeichen sein zwischen Mir und der Erde." (Bereschit 9,12-13) Alsdann zeigt Er Noach den ersten Regenbogen (Raschi zur Stelle) und sprach zu ihm: "Dies ist das Zeichen des Bundes, den ich errichtet habe zwischen mir und allem Wesen, das auf der Erde ist." (Bereschit 9,17)

Dies alles hatte G"tt zu Noach anfangs Kislew gesagt, denn am achtundzwanzigsten Cheschwan verliess er die Arche. Danach baute Noach einen Altar für G"tt,  nahm von jedem reinen Tier und reinen Geflügel und brachte sie als Ganzopfer auf dem Altar dar. (Bereschit 8,20) Anschliessend segnete G"tt Noach und seine Kinder, dass sie sich wieder vermehren sollen. Zwischenzeitlich hatte bereits der Monat Kislew begonnen, als G“tt zu Noach erschien, infolge seiner Furcht, und Ihm die Zusicherung gab und den ersten Regenbogen zeigte.

Der Regenbogen ist ein sehr schlechtes Zeichen. Der bedeutet, dass G“tt eine Sintflut bringen möchte, und sie bloss wegen seiner Zusicherung an Noach nicht bringt. Und wirklich, in frommen Generationen wurde der Regenbogen nie gesehen; wie z.B. in den Generationen von Rabbi Schimon ben Jochai und Chiskijahu, des Königs von Jehuda.

Im Kislew nach der Sintflut wurde der Menschheit erlaubt Fleisch zu essen.

G"tt segnete den Noach und seine Kinder und sprach: „Alles Regsame das lebt, soll für euch zum Essen sein, wie grünes Kraut (das ich dem ersten Menschen zum Essen erlaubt hatte, Raschi zur Stelle) habe ich euch alles Lebende gegeben.“ Was 1657 Jahre verboten war wurde jetzt erlaubt. „Jedoch muss das Tier zuerst umgebracht werden, es darf kein Fleisch von einem lebenden Tier verzehrt werden.“ In diesem Zusammenhang wurde nochmals das Verbot bekräftigt Menschenblut zu vergiessen. (Bereschit 9,1-6)

Die sieben „Universellen (Noachidischen) Gesetze“

Adam Harischon (der erste Mensch) erhielt von G“tt sechs Gesetze. Noach erhielt das siebte Gesetz: „Ewer min Hachai“ – das Verbot von einem lebenden Tier Fleisch zu essen (siehe Rambam, Hilchot Melachim, 8,10 – 10,12).  Bis anhin war dieses Verbot, wegen des generellen  Verbotes des Fleischgenusses,  nicht relevant.
Diese ethischen Gesetze haben universale Gültigkeit - sie betreffen und verpflichten alle Nachkommen Noachs d.h. alle Menschen der Welt.
Liste und Details der sieben Gesetze

Rosch Chodesch Kislew

Rosch Chodesch Kislew hat manchmal nur einen Tag, manchmal aber zwei, da der vorherige Monat Cheschwan manchmal neunundzwanzig Tage hat und manchmal dreissig. Hat er nur neunundzwanzig Tage, so hat Kislew nur einen Tag Rosch Chodesch, hat aber Cheschwan dreissig Tage, so hat Kislew zwei Tage Rosch Chodesch, und gehört somit der erste Tag Rosch Chodesch noch zu Cheschwan.

Chanukka: 25. Kislew

Seit den Tagen der Hasmonäer und danach, als die Monate noch durch Aussage von Zeugen geheiligt wurden, teilten die Boten des Bejt Din (Gerichtshofes) den Orten ausserhalb von Jeruschalajim mit, wann der Monatsanfang geheiligt wurde. Sie verkündeten dies aber nur in den Monaten, in denen Feiertage fielen, um den Leuten mitzuteilen, wann der Festtag genau fällt. Doch in den Monaten, die keine Festtage enthielten, wurden die Boten nicht entsandt. Am Anfang dieses Monats wurden Boten vom Bejt Din ausgesandt, um den Leuten mitzuteilen, wann der Neumondstag des Kislew festgesetzt wurde, damit sie wissen, wann Chanukka fällt. Chanukka wird nämlich zu den Feiertagen gezählt, obwohl dieses Fest und die Mizwot (Gebote), die an diesem Fest erfüllt werden, erst von unseren Weisen festgesetzt wurden.

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