Der Monat Siwan (Aus Sefer Hatoda’a / Das Jüdische Jahr. Bearbeitet und ergänzt von S. Weinmann)

Der Monat – sein Sternzeichen

Siwan ist der babylonische Name des Monats. In der Tora wird er als dritter Monat bezeichnet, da bei der Aufzählung der Monate Nissan als erster gilt.

Sein Sternzeichen - Zwillinge - ist Anspielung auf Mosche und Aharon, weil sie das jüdische Volk leiteten und durch sie Israel in diesem Monat die Tora erhalten hat. Ein weiterer Grund: Bekanntlich schliesst die Tora die schriftliche wie auch die mündliche Lehre ein; diese beiden bilden eine Einheit, eine ohne die andere kann nicht auskommen. Ferner: Es ist sehr schwer die Tora ohne einem Lehrpartner (Chawruta) sich anzueignen. Der Erfolg liegt im gemeinsamen Lernen und Ausdiskutieren.

Siwan hat immer nur einen Tag Rosch Chodesch, da der vorangehende Monat Ijar immer 29 Tage hat. Siwan hingegen hat immer 30 Tage.

"Bachodesch Haschelischi... - im dritten Monat nach dem Auszug der Benej Jisrael aus Ägypten, an diesem Tage waren sie in die Wüste Sinai angekommen." (Schemot 19, 1). Unsere Weisen sagen: "An diesem Tag" - das war Rosch Chodesch. Am ersten Siwan lagerten sie in der Wüste Sinai und bereiteten sich zum Empfang der Tora vor.

"Wajichan Scham Jisrael Neged Hahar - es lagerte dort Jisrael dem Berg gegenüber. (ibid. 2) Das Verb ist im Singular und es wird damit angedeutet, dass sie sich verhielten "Ke'Isch echad, beLew echad" - wie ein Mensch mit einem Herzen, was bei allen anderen Lagerstätten nicht der Fall war, dort gab es Groll und Streit. (Raschi) Es gibt zwar Streitigkeiten, die, wenn sie um der Sache selbst willen ausgetragen werden, ihre Berechtigung haben. Doch wenn es darum geht, die Tora zu empfangen, muss bei ganz Israel Liebe, Brüderlichkeit, Friede und Freundschaft herrschen. Auch eine Ehe kann nur dann gelingen, wenn Liebe und Frieden vorherrschen, und so ist die Tora "Morascha" - ein Vermächtnis. "Al tikrej 'Morascha' ejla 'Me'orassa'" - lies nicht 'Vermächtnis' sondern 'Angetraute'. Mit diesem Wortspiel wollen unsere Weisen betonen, dass, wie bei Bräutigam und Braut Liebe und Frieden herrschen müssen, auch für den Empfang der Tora eine solche Atmosphäre erforderlich ist.

"Bachodesch haschlischi - im dritten Monat". Ein Weiser aus Galliläa erklärte dies so vor Raw Chissda: Gesegnet sei unser G"tt, der uns eine dreifache Tora gegeben hat (Tenach - Tora , Newiim, Ketuwim). Er gab sie dem Volk, das aus drei Teilen besteht (Kohanim, Lewijim und Jisraelim). Sie wurde von dem dritten übergeben (Mosche war das dritte Kind seiner Mutter). Die Benej Jisrael mussten am dritten Tag bereit sein, (der letzte Tag der Schloschet Jemej Hahagbala - der drei "Begrenzungstage"), und es geschah im dritten Monat. (Schabbat 88a)

In Diwrej Hajamim II (Chronik II 15, 9-12) steht geschrieben: "Und er (König Assa) versammelte ganz Jehuda und Binjamin und auch alle, die bei ihnen wohnten aus den Stämmen Efrajim, Menasche und Schim’on... und sie versammelten sich in Jeruschalajim im dritten Monat... und sie traten in den Bund ein um G"tt, den G"tt ihrer Väter, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele zu suchen."

Der hier erwähnte Ausdruck "im dritten Monat" wird mit Rosch Chodesch identifiziert, denn dieser Tag ist für Frieden und Einigkeit zwischen Mensch und Mensch prädestiniert und zum Liebes- und Friedensbund zwischen Israel und seinem Vater im Himmel.

Gesetze für den Monat Siwan

Die ersten zwölf Tage des Monats Siwan haben gegenüber den restlichen Tagen des Monats eine besondere Stellung, man könnte sogar sagen, eine gewisse Heiligkeit. Der erste Tag ist Rosch Chodesch. In den vier Tagen zwischen Rosch Chodesch und dem Festtag, der auf den 6. Siwan fällt, bereitete Mosche zusammen mit unseren Vätern den Empfang der Tora vor. Am sechsten ist Chag Haschawuot (ausserhalb von Erez Jisrael auch am siebten). Der siebte Tag wird "Jom Tewoach" (Tag des Schlachtens) genannt, der Tag, an dem alle Feiertags-Opfer von den Wallfahrern dargebracht wurden, wenn Schawuot auf Schabbat fiel. In einem solchen Fall wurden diese Einzelopfer am siebten Siwan nachgeholt, weil diese – anders  als die zeitgebundenen Gemeinschaftsopfer – am Schabbat nicht dargebracht werden dürfen. Weitere fünf Tage waren für die Darbringung der Opfer der Wallfahrer vorgesehen, die nicht Zeit hatten, sie am Schawuot-Festtag selbst darzubringen. Sie konnten dies binnen sieben Tagen nachholen. Obwohl Schawuot nur einen Tag dauert – im  Gegensatz zu Pessach und Sukkot, die sieben Tage dauern – dennoch gibt die Tora die Möglichkeit die privaten Festtags-Opfer sieben Tage lang darzubringen.  So sind nun die zwölf ersten Tage des Monats Siwan heiliger als die übrigen Tage.

An diesen Tagen wird weder "Tachanun" noch "Jehi Razon" nach der Toravorlesung gesagt, und auch Gebete für die Toten werden nicht gesprochen. Man fastet nicht an diesen Tagen, auch nicht wenn man Jahrzeit nach den Eltern hat. "Ta'anit Chalom" - Fasten nach einem bösen Traum ist erlaubt, ebenso soll der Bräutigam und die Braut am Tag der Hochzeit fasten. Dies alles ist Minhag Erez Jisrael (Brauch in Israel). Ausserhalb des Landes teilen sich die Bräuche. In manchen Gemeinden gilt Obenerwähntes nur bis nach Issru Chag (Tag nach Schawuot) - dem achten Siwan.

Tage der Begrenzung und des Sich-Absonderns

Im Jahr der Gesetzgebung fiel Rosch Chodesch Siwan auf einen Sonntag. Dies ist die Meinung von Rabbi Josse (Schabbat 86b) und diese ist für uns ausschlaggebend. So wurde also die Tora am siebten Siwan, einem Schabbat, gegeben, da nach allen Meinungen die Tora am Schabbat gegeben wurde. Die Ordnung der dazwischen liegenden Tage ist folgende:

Am ersten des Monats Siwan, an einem Sonntag kamen die Benej Jisrael von Refidim in die Wüste Sinai und lagerten dem Berg Sinai gegenüber. Kein g"ttliches Wort erreichte sie an diesem Tag, denn sie waren von der Reise noch geschwächt.

Am zweiten Siwan wandte sich Mosche auf g"ttliches Geheiss an sie und gab ihnen eine Einführung in die Tora, damit sie eine Ahnung bekommen, was G"tt von ihnen fordern wird, wenn sie das g"ttliche Joch auf sich nehmen werden. Hierbei ging es nicht nur um das Halten der Mizwot, es ging um Grösseres. "Atem re'item ascher assiti leMizrajim - Ihr habt gesehen, was ich an Ägypten getan..." (Schemot 19,4)... "We’ata Im schamoa tischme'u... - und nun, wenn ihr auf meine Stimme höret und meinen Bund hütet..., (Schemot 19,5)... "Weatem tiheju li... - Ihr sollt mir ein Reich von Priestern, ein heiliges Volk sein." (ibid. 6) Daraufhin antwortete das ganze Volk einmütig: "Kol ascher dibber Haschem na’asseh... - alles was G"tt gesprochen, wollen wir tun!" (ibid. 8)

Am dritten Siwan teilte Mosche dem Volk die Mizwa der Begrenzung - Hagbala - mit. Er bestimmte eine genaue Grenzlinie um den Berg herum und teilte ihnen mit, dass dieses Gebiet nicht betreten werden darf. "Kol hanogea baHar mot jumat - wer den Berg berührt, soll getötet werden." (Schemot 19, 12)

Am vierten Siwan lehrte er die Gesetze der Heiligung und der Absonderung von ihren Frauen, sie mussten eine Reinigung ihres Körpers und ihrer Kleidung vornehmen, so wie G"tt es Mosche gesagt hatte: "Wekiddaschtam hajom umachar – sie sollen sich heute und morgen heiligen... denn am dritten Tag wird G"tt vor den Augen des ganzen Volkes auf den Berg Sinai heruntersteigen." (Schemot 19, 10 und 11)

Demnach hätten sie die Tora am sechsten Siwan empfangen sollen, d.h. am Freitag. Aber Mosche hatte aus eigener Initiative einen dritten Tag der Heiligung und  Absonderung hinzugefügt. So sagte er "Heju nechonim lischloschet Jamim - seid nach drei Tage bereit". (ibid. 15) So wären es drei Tage der Vorbereitung: der 4., 5. und 6. Siwan und am vierten Tag d.h. am siebten Siwan, am Schabbat, würde G"tt sich herablassen. G“tt war mit dieser Verschiebung einverstanden und stieg erst am Schabbat, dem siebten Siwan, herab. G“tt befahl eine dreitägige Hagbala (Begrenzung), daraus wurden vier Tage. Ebenfalls ordnete er eine zweitägige Heiligung an, daraus wurden drei Tage. Der Tag der Gesetzgebung, der am sechsten Siwan sein sollte, war  schlussendlich am siebten Siwan.  Hiernach wäre also der siebte Siwan der Tag der Gesetzgebung.

Für die späteren Generationen jedoch ist Mattan Tora - das Fest der Gesetzgebung auf den sechsten Siwan festgelegt worden, so wie G"tt es ursprünglich verordnet hatte. Darum werden auch die "Schloschet Jemei Hagbala - die drei Tage der Begrenzung" vom dritten Siwan an in Erinnerung gebracht, so wie damals, auch die Tage der Absonderung fallen auf den vierten und fünften Siwan.

Es ist darum auch Brauch, die drei Tage vor Schawuot nicht mehr als Trauertage der Omerzeit zu betrachten. Es ist an ihnen erlaubt, sich die Haare zu schneiden und auch Hochzeiten zu feiern. Sie werden "Schloschet Jemei Hahagbala" genannt.

In unseren Schriften steht geschrieben, man soll sich an diesen drei Tagen bemühen, viel Tora zu lernen, und sich nicht mit belanglosen Dingen zu befassen.

Die Berufung des jüdischen Volkes

Fünf Tage bevor das Volk Israel die Tora erhielt, war ihnen ein Abschnitt vorgelegt worden, dessen Inhalt die Grundlage und das Ziel der gesamten Lehre beschrieb. Es sind dies die Verse 3-6 im 19. Kapitel von Schemot, dem zweiten Buch Moses. Sie lehren uns nämlich, dass die Tora nicht nur ein Gesetzeskodex oder eine Zusammenstellung von Vorschriften ist. Mit dem Empfang der Tora nimmt das Volk Israel eine Verpflichtung auf sich, ein Versprechen, das einer Berufung gleichkommt. Israel übernimmt eine Aufgabe, von deren Erfüllung das Bestehen der ganzen Welt abhängt und von welcher es sich nie und nimmer lossagen kann.

Als G"tt Sein Schöpfungswerk nach sechs Tagen vollbracht hatte, stellte Er Seiner Welt eine Bedingung: Nur wenn der Mensch in Seinen Wegen, nach Seinem Willen wandelt, wird sie (die Welt) weiterhin Bestand haben, andernfalls werde sie in das ursprüngliche Tohu Wawohu - das Chaos - zurückkehren. Diese Bedingung begründete den Bund zwischen dem Schöpfer und Seiner Welt. Die ersten zehn Generationen hatten das Versprechen dieses Bundes nicht eingehalten, und so wäre die Welt zur Zeit von Noach wieder vollkommen zerstört worden. Jedoch G"tt erbarmte sich über Seiner Hände Werk und liess Überlebende übrig und erneuerte Seinen ersten Bund mit Noach. Während der darauffolgenden sechzehn Generationen entfernte sich die Menschheit mehr und mehr von G"ttes Wegen und so drohte der Welt wieder Verwüstung. Nur einige Erwählte hielten die Tradition des Bundes aufrecht. Doch die Verdienste dieser Minderheit genügten nicht, um den Fortbestand der ganzen Welt zu sichern. Sie waren Einzelgänger und wurden von den übrigen Weltbewohnern nicht anerkannt. Die Welt lehnte sich gegen G"tt auf, brach Ihm die Treue und leugnete den Bund des Schöpfers, den Er mit Seiner Schöpfung geschlossen hatte, ab.

Der Mensch wurde als Mensch geschaffen, und nicht als G"ttheit, doch sie machten sich zum Gott. Der Mensch wurde als freier Mensch geschaffen, und nicht als Sklave, doch sie erniedrigten ihn zu lastentragenden Eseln, die von ihrer Futterkrippe abhängig sind. So erhoben sich alle – vom höchsten Herrn bis zum niedrigsten Sklaven – zu  Göttern, Herren und Tyrannen über andere, die ihnen unterworfen waren. Die Unterworfenen wurden zu Sklaven und menschenunwürdigen Lasttieren für die, die über sie waren. Des Menschen Wesen ist jedoch zu Höherem bestimmt, er ist von Geist erfüllt, der ihn bis in die Himmel zu erheben vermag. Der tierische Trieb brachte ihn jedoch in den Abgrund, jegliche Menschenwürde wurde mit Füssen getreten. Bosheit, Frevel und Hässliches wurden hoch angesehen, Geist und Würde aber verachtet. So wurde G"tt, der über alles erhaben ist, und dessen Wille es ist, dass alle sich respektieren und verehren, missachtet und verkannt.

Es waren die Söhne Chams und das lasterhafte Ägypten, welche die Welt vom einen Ende bis zum anderen in ihre Gewalt gebracht hatten... Was sollte nun aus dem ursprünglichen Bund, von dem die Existenz der Welt abhängt, werden? Kann denn ohne ihn die Welt überhaupt bestehen? Jeder Stein in der Mauer, jeder Baum und jedes Gras verkündet mit lauter Stimme: Das Ende der Welt naht, alles stürzt zusammen! Selbst G"ttes eigene Stimme erschallt aus allem Bestehenden und warnt den Menschen, nicht zu verkommen, und die Welt nicht ins Verderben zu stürzen, doch keiner lauscht, keiner vernimmt diese Stimmen. Sie sagen: Nur unsere eigene Stimme, nur was aus unserem Mund schallt, ist hörenswert. Nichts Höheres existiert, nur unsere eigene Kraft waltet. "Li Jeori wa'ani Assitini - Mein ist mein Fluss und ich habe mich selbst geschaffen." (Jecheskel 29, 3)

Und ihr, meine Söhne, die Nachkommen meiner Lieblinge, könnt ihr euch aufraffen, um das Ebenbild des wahren Menschen wieder herzustellen? Habt ihr die Kraft, den König der Welt wieder einzusetzen, damit Er sie mit Seiner Güte erfülle? Sein Wille ist es ja, das Gute in Seiner Welt walten zu lassen und sie nicht zu zerstören. Seid ihr bereit, anstelle aller Familien der Welt das "Joch" dieses Bundes, der zwischen Mir und Meiner ganzen Welt einst geschlossen wurde, auf euch zu nehmen und ihn zu bewahren? Werdet ihr euer Ohr neigen, um Meine Stimme zu vernehmen, die aus allem, was Ich geschaffen habe, ausgeht? Werdet ihr Erbarmen mit Euch selbst und mit allem haben, damit die Welt, die Ich erschaffen habe, nicht zugrundegeht? Wenn ihr bereit seid, diese Berufung als Lebensziel anzunehmen, werde Ich euch stützen und euch Kraft verleihen, werde eure Weisheit und Einsicht vermehren. damit ihr eure Aufgabe bewusst seid und den Weg, den ihr einschlägt, mit grossem Erfolg beschreiten könnt. So übergebe Ich euch Meine Lehre, dies wird eure Weisheit sein und aus ihr werdet ihr Kraft schöpfen. "Ko tomar leWejt Ja’akow wetagged liWnej Jisrael - also sprich zum Hause Ja’akows und verkünde den Kindern Israels." (Schemot 19, 3)

"Atem re'item - Ihr habt es gesehen"

"Atem re'item ascher assiti leMizrajim - ihr habt gesehen, was Ich an Ägypten getan" (Schemot 19, 4), die Hochmütigen habe Ich gedemütigt, Ich habe sie erniedrigt, denn sie sind niedrig, sie haben sich von G"tt entfernt.
"Wa'essa etchem - Ich habe euch erhoben (getragen)" (Schemot 19,4), Euch, die ihr erniedrigt wart, "Al Kanfej Nescharim - auf Adlersflügeln" (ibid.), denn nicht durch Manneskraft erhebt sich der Mensch, sondern nur durch seine Zugehörigkeit zu G"tt wird er erhöht. "Wa'awi etchem elaj - Ich brachte euch zu mir." (ibid.). Kann es etwas Grösseres geben?

"We’ata - und jetzt" (ibid, Vers 5), Ich habe euch nicht nur näher gebracht, um eure Augen mit dem Anblick Meiner Grösse zu sättigen, sondern um Meine Welt durch die Anerkennung des Königreiches der Wahrheit und der Liebe wieder neu zu errichten. Mein Anliegen ist es, dass ihr euch Meiner Welt erbarmt, dass ihr die Not, in der sie sich befindet, erkennt, und dass ihr sie zu ihrem ursprünglichen Lebensquell zurückführt. "Im schamo’a tischme'u beKoli - wenn ihr auf Meine Stimme hört" (ibid), welche die ganze Welt erfüllt, "Uschmartem et Beriti - und wenn ihr meinen Bund bewahrt" (ibid), den Bund, der zwischen Mir und der Schöpfung besteht, einen Bund, der nie wieder aufgelöst werden darf. Sogar, wenn ihr es nicht mit einem Mal schafft, alle Meine Geschöpfe Mir näherzubringen, "Wihejitem li - ihr werdet Mir sein" (ibid), Ihr, als Repräsentanten aller, "Segulla - ein Kleinod unter allen Völkern"(ibid), dann werde Ich mich an euch erfreuen, und euch zuliebe werde Ich Mich meiner ganzen Welt erbarmen. "Ki li kol ha’Arez  - den Mein ist die ganze Erde" (ibid) und Ich möchte sie nicht vernichten.

"We’attem - ihr aber" (ibid 6), nicht wie die ägyptischen Tyrannen, "Tiheju li Mamlechet Kohanim - sollt Mir ein Reich von Priestern sein" (ibid), kein Herrenvolk das sich durch das Abmühen seiner Sklaven bereichert, aber auch kein Volk, das einem grausamen Volk unterworfen und gezwungen ist, diesem zu dienen. Ihr sollt ein Volk werden, dessen Söhne Könige und Vizekönige sind, die würdig sind die Welt zu regieren. Diese Würde kann nicht mit dem Tyrannenstab erreicht werden. Es ist ein Verdienst, das sie sich selbst errungen haben, weil sie es aus eigenem Willen auf sich genommen haben, Priester zu sein, Priester für jegliche Nation, ob diese es will oder nicht.

"Wegoj kadosch - und ein heiliges Volk" (ibid), nicht wie Engel und Serafim, die weder Körper noch körperliche Bedürfnisse haben. Nein, ein "Goj" - ein menschliches Volk sollt ihr sein mit allen menschlichen Unvollkommenheiten und Bedürfnissen. Jedoch sollt ihr keine Menschen sein, die durch körperliche Behinderungen gefesselt und nicht imstande sind, sich ständig zu höherem Ziel zu erheben, sondern "Kadosch - erhaben" sollt ihr sein. Auch ihr Körper - Gewam, (dies ist ein Wortspiel, das auf der Verwandtschaft von Goj - Volk und Gew - Körper beruht) soll durch g"ttliche Keduscha erhoben werden.

"Mamlacha - Königtum" und "Kehunna - Priestertum" sind zwei Begriffe für menschliche Führungspositionen. Keine kann ohne die andere existieren. "Goj und Kadosch" (Körper und Heiligkeit), auch diese beiden Begriffe sind Komponenten des menschlichen Wesens.

"Ejle haDewarim ascher tedabber el Benej Jisrael - dies sind die Worte, die du zu Israels Kindern sprechen sollst." (ibid) "Nicht weniger und nicht mehr", bemerkt Raschi hierzu. Tut Ihr nämlich weniger, so ist all eure Mühe vergebens, denn so kann das von der Tora gesteckte Ziel nie erreicht werden. Mehr zu erlangen wäre ebenfalls verfehlt denn sonst kämt ihr den Engeln gleich; und dies würde den irdischen Verhältnissen nicht entsprechen und somit für den normalen Menschen undurchführbar sein. Dies ist die Tora, die Ich euch gebe, und dies ist ihre Zielsetzung.

"Wajawo Mosche wajikra leSiknej ha'Am wajassem lifnejhem - Mosche kam, berief die Ältesten des Volkes und legte ihnen all diese Worte vor." (ibid. 7) Er erleuchtete ihre Augen, wie ein Lehrer, der seinen Schülern eine Lehre erteilt, und der nicht eher ruht, bis dem Schüler alles klar wird und dieser auch Schwerverständliches auszudrücken vermag. So "legte Mosche es ihnen vor", "alle diese Worte", Heiliges und Menschliches, alles war inbegriffen. "Ascher ziwahu Haschem - die ihm G"tt aufgetragen hatte" (ibid), er sollte es allen vorlegen, jedem Individuum entsprechend: den Grossen gemäss ihrer Grösse, den Kleinen ihrem Verständnis angepasst, den Männern in ihrer Ausdrucksweise, und den Frauen in der ihnen eigenen Art.

"Waja'anu kol ha'Am - das ganze Volk antwortete." (ibid 8) Sie antworteten nicht in schmeichelhafter Weise (Mechilta), sondern reagierten offen und ehrlich auf alles, was von ihnen verlangt wurde. Es waren nicht leere Worte, sondern ehrliche Antworten.

"Jachdaw - einstimmig" (ibid), es ahmte nicht einer dem anderen nach, sondern jeder einzelne gab seine freie Antwort im Einklang mit allen anderen. (Mechilta) Niemand schaute auf den andern, um zu sehen was jener antworten würde, sondern ein jeder sprach frei aus innerer, eigener Überzeugung, und doch klang es wie aus einem Munde.

"Wajomru: Kol ascher dibber Haschem na'asse - alles was G"tt gesprochen, wollen wir tun." (ibid) Es heisst hier nicht: was G"tt sprechen wird, sondern: was G"tt gesprochen hat. Hiermit nahmen sie die Sache an, über die sie angefragt wurden, nämlich die  Aufgabe und Verantwortung für die ganze Welt zu übernehmen. "Na'asse - wir wollen tun", so werden wir auch gemäss der Tora, die wir erhalten werden, handeln und alle ihre Mizwot erfüllen. Jedoch für letzteres werden sie nochmals zu einem späteren Zeitpunkt ausdrücklich erklären: "Na'asse wenischma - wir wollen tun und hören". (Schemot 24, 7)

"Wajaschew Mosche et Diwrej ha'Am el Haschem - Mosche brachte die Worte des Volkes zurück zu G"tt." (Schemot 19, 8) So wie Mosche Seine Worte vor das Volk "legte", einem jeden nach seiner Auffassungsmöglichkeit, so kamen auch die Antworten individuell, ein jeder formulierte seine Zusage in seiner persönlichen Weise, auch wenn sie sich in einem gemeinsamen "Na'asse - wir wollen tun " ausdrückten. Darum heisst es auch: "Diwrej Ha'am - die Worte des Volkes" (plural) und nicht: "Dewar Ha'am - das Wort des Volkes."

Der Siebte, der der Sechste ist

Wie schon erwähnt, fügte Mosche aus eigenem Ermessen einen Tag des Sich-Absonderns und der Heiligung vor dem Empfang der Tora hinzu. Aus diesem Grund fand die Übergabe der Tora am siebten Siwan statt, einen Tag nach dem von G"tt bestimmten Datum: "Ki baJom haschlischi jered - denn am dritten Tag wird G"tt sich herablassen". (Schemot 19, 11)
Dies bedarf einer Erklärung.

Im Zusammenhang mit dem Omerzählen von fünfzig Tagen wurde schon erwähnt, dass dies den fünfzig Tagen entspricht, die Israel in Erwartung der Gesetzgebung am Sinai gezählt hatte. Diese Zählung begann nach dem ersten Tag Pessach – Tag des Auszuges aus Ägypten – bis zu dem Tage, an dem das Volk die g"ttliche Offenbarung erleben und G"ttes Stimme vernehmen würde. Wenn nun Mosche noch einen Tag hinzufügte, waren es 51 Tage. So wäre unsere heutige Zählung nicht die gleiche wie seinerzeit!

Zweitens, wieso nennen wir denn dann heute den sechsten Siwan "Seman Mattan Toratenu" (die Zeit der Gesetzesgebung) - die Tora wurde uns doch am siebten Siwan gegeben und nicht am sechsten? Noch verwunderlicher erscheint es, dass Mosche aus eigenem Ermessen, ohne G"ttes Geheiss einen Tag hinzufügte.

Dies kann in folgender Weise erklärt werden:

Mosche hatte aus G"ttes Mund am Dornbusch erfahren: "Ta'awdun et ha'Elokim aI haHar hase - ihr werdet G"tt dienen an diesem Berg" . (Schemot 3, 12) Das überflüssige "Nun" am Ende des Wortes "Ta'awdun" (es müsste eigentlich „ta’awdu“ stehen) hat den Zahlenwert 50 und wird als Andeutung für den Dienst am fünfzigsten Tage verstanden. Gemeint war: am Ende von fünfzig Tagen. Das Zählen begann nach dem ersten Tag Pessach, und es sollten volle fünfzig Tage sein. Man begann also damit am frühen Morgen des 16. Nissan. Dies war auch der Zeitpunkt des Omerdarbringens in allen Generationen. Es wurden die vollen Tage gezählt, d.h. Tag und Nacht. Man begann bei Tag, und erst nach Beendigung der Nacht war der Tag vollständig.

Bei der Schöpfung begann zwar der Tag mit der Nacht, doch als der Mensch zu sündigen begann war die Lösung dieses Übels für die Söhne Noachs, dass sie all ihre Kräfte zur Bearbeitung des Bodens einsetzen mussten, damit sie wenig Kraft und Musse (und damit auch wenig Kraft und Zeit zum Sündigen) hatten und dann begann man den Tag am Morgen. "Jom waLajla lo jischbotu - Tag und Nacht sollen nie aufhören." (Bereschit 8, 22) Der Tag, an dem sich der Mensch abmühen muss um sich seine Existenz zu sichern, beginnt mit dem frühen Morgen und endet bei Nacht. Vor dem Empfang der Tora begann also der Tag auch beim jüdischen Volk morgens. Erst nach Mattan Tora wurde wieder, wie bei Adam, der Tag mit Einbruch der Nacht begonnen, "Wajehi Erew wajehi Woker - es ward Abend und es ward Morgen" (Bereschit 1, 5) - ein voller Tag begann bei Nacht. Als die Benej Jisrael am zweiten Siwan ihre Bereitschaft mit dem einstimmigen "Na'asse wenischma - wir wollen tun und hören" ausriefen, betrachtete sie Mosche so als hätten sie die Tora schon erhalten, hätten somit auch wieder die Berechtigung, den Abend als Tagesbeginn zu betrachten, so wie es vor der Sünde die Regel war. Alle Gesetze, die sie nach ihrer Bereitschaftserklärung noch aus G"ttes und Mosches Mund hören sollen, seien nur die Erklärung zu dem Ausspruch der Berufung: "Ihr sollt mir ein Reich von Priestern und ein heiliges Volk sein."

Mit dem "Na'asse wenischma" hatten die Benej Jisrael eine hohe Stufe der Perfektion erreicht, und hatten nicht mehr den Status der „Benej Noach“.  Nun stimmte die Zählung der 50 Tage nicht mehr. Sie hatten doch am 16. Nissan morgens begonnen, und dies noch nach dem alten Tagesbeginn der Söhne Noachs, d.h. am Morgen. So war also der erste Tag der Zählung unvollkommen und somit ungültig in Bezug auf die volle Zählung der fünfzig Tage.

Auch in anderer Hinsicht waren sie schon nicht mehr verpflichtet, die Tage wie Noachs Söhne zu berechnen. "Jom waLajla lo jischbotu – Tag und Nacht darf nicht geruht werden.“ Ein Ben Noach (Nichtjude) darf nicht 24 Stunden ruhen, d.h. einen vollständigen Schabbat (ohne jegliche verbotene Arbeit) halten. Anfangs Ijar, als sie nach Mara gekommen waren, hatten sie bereits das Schabbatgesetz erhalten. Sie hatten also vor der Ankunft zum Berg Sinai schon drei Schabbatot gehalten, also drei Mal den Tag mit dem Abend begonnen. Somit fehlte ihnen ein ganzer Tag zur Vorbereitung, bevor sie würdig waren, G"ttes Stimme aus dem Feuer zu vernehmen.

Als nun der Heilige, gelobt sei Er, zu Mosche sprach: "Wekiddaschtam hajom umachar - und heilige sie heute und morgen" (Schemot 19, 10), stellte Mosche folgende Überlegung an: Die Mizwa der Heiligung, die ich dem Volk zu geben habe, bezieht sich auf "heute" und auf “morgen“. Genau wie der morgige Tag am Vorabend beginnt, müsste auch der heutige Tag mit dem Vorabend beginnen. Die Nacht des heutigen Tages ist aber schon vergangen und zählt deshalb nicht mehr. "Heute und morgen" sollen aber zwei vollständige Tage sein. So werden die zwei Tage der Heiligung mit dem folgenden Abend beginnen, denn Israel ist nicht mehr mit den Söhnen Noachs identisch, von nun an sind sie Söhne der Tora.

Der Heilige, gelobt sei Er, billigte diese Entscheidung, denn diese Dinge liegen in der Hand des Menschen. Wenn sie wollen, werden sie sich erst dann "Söhne der Tora" nennen, wenn G"tt zum Berg herabsteigen wird. Wenn sie es aber wollen, können sie sie sich auch schon von jetzt ab "Söhne der Tora" nennen, denn sie haben die Tora in ihrem Herzen eingeschlossen, als ob sie sie schon erhalten hätten. Die Sache liegt ganz in ihrer Hand. Wenn sie beschlossen haben mit dem System der alten Zählung aufzuhören und zum neuen zu wechseln, indem neu der Tag am Vorabend beginnt, so bin ich damit einverstanden und werde den einundfünfzigsten Tag den "fünfzigsten" nennen. Den siebten Siwan betrachte ich hiermit als den sechsten.

So ist das Schawuotfest nicht mit dem Tag des Monats verbunden, sondern mit der Zahl der fünfzig Tagen; und damals war es so als ob der siebte Siwan in den sechsten Siwan hineingeschoben wurde. Ab damals aber begannen die Tage mit dem Abend, und so fällt der fünfzigste Tag seither auf den sechsten Siwan.

Und so heisst es in der Beraita (Schabbat 86b): Unsere Weisen lehren: Am sechsten des Monats wurden die 10 Gebote Israel gegeben. Rabbi Josse sagt: Am siebten, an ihm. Es heisst nicht "am siebten des Monats", aber auch nicht "am siebten", sondern "am siebten, an ihm." Dies bedeutet: Am siebten, der auf den sechsten fällt. So wird der siebte zum sechsten.

Die Namen des Festes

Das Schawuotfest hat fünf Namen:

Chag Hakazir
Das Fest der Ernte, so wie es heisst: "Wechag Hakazir Bikkurej Ma’assecha... - und das Fest des Schnittes, der Erstlinge deiner Tätigkeiten, die du in das Feld einsäest..." (Schemot 23, 16)

Chag Haschawuot
Das Wochenfest, so wie es heisst: "WeChag Schawuot ta’asse lecha... - und ein Wochenfest sollst du dir machen der Erstreife des Weizenschnittes..." (Schemot 34, 22) Es heisst ferner: "We’assita Chag Schawuot laSchem... - du sollst dir das Wochenfest machen für den Ewigen, deinen G"tt..." (Dewarim 16, 10)

Jom Habikkurim
Tag der Erstlingsfrüchte, so wie es heisst: "Uwejom Habikkurim behakriwechem Mincha chadascha - und am Tag der Erstlingsfrüchte, wenn ihr G"tt eine neue Huldigungsgabe nahebringt..." (Bamidbar 29, 26)

Azeret
Schlusstag. Dieser Name wird in der Tora nicht erwähnt, doch unsere Weisen bezeichnen das Fest immer so.

Seman Mattan Tora – Zeit der Toragebung
Obwohl die Tora Schawuot nicht mit dem Tag der Gesetzesgebung verbindet, wird Schawuot – durch die „Anschej Knesset Hagedola – die Männer der grossen Synode“, die unsere Gebete verfasst haben – im Gebet immer als Tag der Toragebung bezeichnet.


Das Fest wird Chag Hakazir genannt, weil zu dieser Jahreszeit der Weizen geschnitten wird. Der Weizen ist die letzte Getreidesorte im Jahr, die geerntet wird und bildet den Abschluss der Getreideernte. So macht man ein Fest mit der Darbringung einer Gabe der neuen Weizen-Ernte im Heiligtum für G"tt.

Chag Haschawuot heisst es, weil man bis zum Fest sieben „Schawuot / Wochen“ zählt. Am fünfzigsten Tag feiert man ein Fest für G"tt und für Seine Tora, die Er uns gegeben hat.

Jom Habikkurim ist der Name, der auf die neue Gabe hinweist. Es sind dies die zwei "Schwingungsbrote - Lechem Tenufa", die man in das Heiligtum brachte. Durch die Darbringung dieser Brote hatte man nun die Erlaubnis, Opfergaben aus Getreidekörnern der neuen Ernte - Chadasch - in das Heiligtum zu bringen. An diesem Tag beginnt auch die Zeit, in der man die „Bikkurim“ – Erstlingsfrüchte der „Schiw’at Haminim“ - der sieben Früchte, mit denen Erez Jisrael gesegnet ist – vor den Altar bringt. Es sind dies: Chitta - Weizen, Se’ora - Gerste, Gefen - Weintrauben, Te'ejna - Feigen, Rimon - Granatäpfel, Sajit - Oliven und Dewasch - Dattelhonig. (Dewarim 8, 8) Man legt diese Gaben in einen Korb und bringt sie ins Heiligtum. Der Kohen nimmt den Korb aus der Hand des Spenders und legt ihn vor den Altar G"ttes.

Den Namen "Azeret" erhielt das Fest von unseren Weisen. Sie beabsichtigten damit, dem Fest den Charakter des Abschlusses zu verleihen, es als den achten Tag der sieben Pessachtage zu bezeichnen. Es soll mit dem Pessachfest verbunden bleiben und dessen Abschluss darstellen. Die sieben Omerwochen, die dazwischen liegen, werden nicht als Unterbrechung betrachtet, gleichen vielmehr den Chol Hamoed - Tagen, die auch als Bindeglied zwischen dem ersten und dem letzten Festtag gedacht sind. Schawuot hat die gleiche Funktion wie Schemini Azeret, dem achten und letzten Tag des Sukkotfestes. So nannten sie den Tag "Azeret" - Abschluss von Pessach.

Eigentlich hätte auch zwischen dem Sukkotfest und Schemini Azeret eine Zeitspanne von fünfzig Tagen eingesetzt werden sollen, genau wie an Pessach. Nach Sukkot beginnt jedoch in Erez Jisrael die Regenzeit, und G"tt wollte dem Volk nach dem Rückweg von Jeruschalajim bis zu ihrem Heimatort nicht sofort wieder eine neue Alijat Haregel - Wallfahrt nach Jeruschalajim, in der Regenperiode auferlegen. (Jalkut, Pinchas, Abschnitt 782)

Fünfmal wird dieser Feiertag in der Tora erwähnt, in den Wochenabschnitten Mischpatim, Ki Tissa, Pinchas, Re'ej und in Paraschat Emor. An dieser letzten Stelle wird keiner der vier Namen des Feiertages genannt, er wird aber in enger Verbindung mit dem Pessachfest erwähnt, um zu betonen, dass er als Abschluss für Pessach gilt.

Seman Mattan Tora – Zeit der Toragebung. Die Tora verbindet Schawuot mit verschiedenen Charakteren der Zeit, in der dieses Fest fällt: Mit der Weizen-Ernte, mit dem Reifen der Erstlingsfrüchten und mit den 50 Tagen nach Beginn der Gersten-Ernte, jedoch nicht mit dem Empfang der Tora. „Chasal“ – unsere Weisen haben jedoch durch ihre Berechnungen festgestellt, dass dieses Fest mit dem Tag der Toragebung zusammengeht. Deshalb haben sie in unseren Gebetstexten dieser Tatsache Rechnung getragen, und überall wo Schawuot erwähnt wird, betonen wir, dass dies der Tag der Toragebung ist.

Schawuot - nur ein Tag

"Rabbi Schimon sagt: Pessach und Sukkot fallen in eine Zeit, in der es keine dringenden Feldarbeiten gibt. Pessach feiert man während einer Woche und Sukkot mit Schemini Azeret acht Tage. Schawuot - Azeret - dauert nur einen Tag, denn dieses Fest fällt in die Erntezeit. Hieraus lernen wir, dass die Mizwot der Tora auf die materiellen Bedürfnisse des Menschen Rücksicht nehmen." (Sifrej Re'ej)

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