Der Monat Elul

Der Monat Elul  (Aus Sefer Hatoda’a / Das Jüdische Jahr. Bearbeitet und ergänzt von S. Weinmann)

Elul ist der sechste Monat des Jahres, wenn man mit Nissan zu zählen beginnt. So heisst es in der Tora, bez. des Monats Nissan: "Hachodesch hase¬... dieser Monat sei euch der erste der Monate..." (Schemot 12, 1)
Allerdings nach der Berechnung des jüdischen Jahres, wenn wir mit dem Monat Tischri zu zählen beginnen, dann ist Elul der letzte Monat des Jahres.
Der Name "Elul" ist, wie die Namen aller anderen Monate, im babylonischen Exil entstanden. Unsere Weisen sagen: "Die Namen der Monate sind von den Rückkehrenden aus dem babylonischen / persischen Exil mitgebracht worden“.

Das Sternbild dieses Monats ist die Jungfrau. Eine Andeutung dafür, dass dieser Monat der Teschuwa / Rückkehr geweiht ist, wie es heisst: "Schuwi Betulat Jisrael…- kehre zurück, o Jungfrau Israels…" (Jirmijahu 31, 20).

Rosch Chodesch Elul hat zwei Tage, wobei der erste Tag Rosch Chodesch der dreissigste des vorangegangenen Monats Aw ist. Der Monat Elul hat 29 Tage.

„Jemej Razon“ - Tage des Wohlwollens und der Aussöhnung

Da Elul der letzte Monat des Jahres ist, vor Rosch Haschana, dem Tag des Gerichts aller Geschöpfe, setzte man ihn als Monat der Rückkehr  zu G"tt fest. Es ist der Monat, in dem man Gebete der Busse an G"tt richtet und um Erbarmen fleht.
Schon seit frühesten Zeiten tragen diese Tage den Charakter der Aussöhnung zwischen G"tt und Israel. Als das Volk in der Wüste die Sünde des Goldenen Kalbes begangen hatte, und die Gesetzestafeln zerbrochen wurden, stieg Mosche auf den Berg Sinai. Er warf sich vor G"tt nieder und bat um Erbarmen und Verzeihung für das Volk. Der Heilige, gelobt sei Er, erhörte sein Gebet und sprach zu ihm: „Haue dir zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, dass ich die Worte darauf schreibe, die auf den ersten Tafeln waren, welche du zerbrochen hast.  Und sei morgen bereit, dass du früh auf den Berg Sinai steigest…" (Schemot 34, 1-2) Mosche stieg am Rosch Chodesch Elul auf den Berg und verweilte dort vierzig Tage lang, bis zum 10. Tischri. Am zehnten Tischri brachte er die zweiten Tafeln, die G"tt den Benej Jisrael gegeben hatte, in Güte und Freude herunter. Diese vierzig Tage wurden von da an als Tage des g"ttlichen Wohlwollens, der Rückkehr zu Ihm und der Versöhnung für die kommenden Generationen festgelegt und der 10. Tischri als Jom Kippur / Tag der Versöhnung  fixiert.
Zwar ist die Rückkehr zu G"tt zu jeder Zeit willkommen¬ doch sind die Elul-Tage besonders günstig für die Teschuwa - die Rückkehr zu G"tt. In diesen Tagen wird G"ttes Bereitschaft offenbar, Seine Hand erbarmungsvoll denen zu reichen, die zu Ihm zurückkehren wollen.
In diesen Tagen der Teschuwa werden vermehrt Gebete des Flehens um Vergebung gesagt. Mancherorts pflegt man während des ganzen Monats Elul in aller Frühe aufzustehen, um die Selichot-Gebete zu sagen. Ausgenommen sind Rosch Chodesch-  und Schabbattage, da an ihnen nicht um Erbar¬men gefleht wird. In manchen Gegenden beginnt man mit den frühmorgendlichen Selichotgebeten am 15. Elul. In aschkenasischen Gemeinden ist es jedoch Brauch, mit den Selichot erst am Sonntag der Woche, in die Rosch Haschana fällt, zu beginnen. Fällt aber Rosch Haschana auf einen Montag oder einen Dienstag, beginnt man mit den Selichotgebeten bereits am Sonntag der vorherigen Woche. Rosch Haschana fällt nie auf einen Mittwoch. Das bedeutet, dass die Selichotgebete mindestens vier Tage lang gesprochen werden (wenn Rosch Haschana am Donnerstag ist).
Die Festsetzung von vier Tagen Minimum für die Selichotgebete hat folgenden Grund: Bei frommen Menschen ist es Brauch, zehn Tage vor Jom Kippur zu fasten. Da die Asseret Jemej Teschuwa - die zehn Busstage, von Rosch Haschana bis Jom Kippur - vier Tage enthalten, an denen nicht gefastet werden darf, nämlich beide Tage Rosch Haschana, Schabbat Schuwa und Erew Jom Kippur, werden stattdessen die vier Tage vor Rosch Haschana für das Fasten eingesetzt.
Es gibt noch einen weiteren Grund für das Festlegen von mindestens vier Selichottagen: Bekanntlich müssen alle Opfer die im Heiligtum dargebracht werden, während vier Tagen vor der Darbringung genauestens kontrolliert werden, ob sie vollkommen frei von Fehlern sind. Bei allen Feiertagsopfern in Parschat Pinchas (Bamidbar 28,11 – 29,39) steht: „Wehikrawtem…- Ihr sollt darbringen…“ Eine einzige Ausnahme bildet der Ausdruck bei den Opfern von Rosch Haschana. Dort drückt sich die Tora wie folgt aus: Wa’assitem… - Ihr sollt machen…“ Unsere Weisen beziehen diesen Ausdruck auf die eigene Person – ihr sollt euch selbst als Opfer machen. Der Mensch soll so handeln, als sei er selbst ein Opfer vor G"tt. Deshalb muss der Mensch sich selbst wie das Opfertier während vier Tagen vor Rosch Haschana  genauestens kontrollieren, ob er vollkommen frei von Sünden sei. Deshalb werden mindestens vier Tage vor Rosch Haschana Selichotgebete gesprochen. Um jedweden Irrtum zu vermeiden beginnt man mit dem Selichot-Sagen immer am ersten Tag der Woche, am Sonntag. Demzufolge werden die Selichot-Liturgien  4, 6, 7 oder acht Tage lang vor Rosch Haschana gesagt.

Der Name "Elul" - Andeutungen und Hinweise

"Ani leDodi weDodi li - ich wende mich meinem Liebsten zu, und mein Liebster wendet sich mir zu" (Schir Haschirim 6, 3). Die Anfangsbuchstaben dieser Wörter: Alef-Lamed-Waw-Lamed ergeben "Elul". Dieser Monat fordert zur Annäherung zu G"tt auf, zu dem "Geliebten", dem Heiligen, gelobt sei Er. Der Mensch besinnt sich zur Rückkehr zu G"tt - zur Teschuwa - und auch G"tt reicht dem Menschen versöhnend Seine Hand. Eine Andeutung dafür, dass wir in unserem Gebet G“tt sehr nahe sind.
Die vier Wörter des zitierten Verses enden alle mit einem "Jud" - dem Buchstaben, der den Zahlenwert 10 hat. 4 X 10 = 40. Es ist dies eine Andeutung für die 40 Tage, eine Zeit, die für Teschuwa festgesetzt ist, nämlich von Rosch Chodesch Elul bis Jom Kippur.
"Umal Haschem Elokecha Et Lewawcha we'et Lewaw Sarecha - Es wird der Ewige, dein G"tt dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden" (Dewarim, 30, 6). Wiederum ergeben die Anfangsbuchstaben der bezeichneten Wörter "Elul'. Im Monat Elul wird dem Menschen g"ttliche Hilfe zur Teschuwa geschenkt.
"Umischloach Manot Isch Lere'ehu Umatanot La'ewjonim - es sendet einer dem anderen Geschenke und man gibt Gaben für die Armen" (Megillat Ester 9, 22). Hier sind wiederum die Anfangsbuchstaben der bezeichneten Wörter ein Hinweis auf "Elul", denn im Monat Elul soll man den Armen mehr "Zedaka - Gaben" geben.
Dies ist, was wir in unseren Gebeten an den hohen Feiertagen fortwährend wiederholen:  „Teschuwa, Tefila uZedaka ma’awirin et Ro’a haGesera - Rückkehr zusammen mit Gebet und Wohltätigkeit, mildert die Härte des g"ttlichen Urteils beim Gericht!“.
„Elul“ bedeutet in der aramäischen Sprache: Suchen / Kontrollieren / Erforschen. Wie es in Bamidbar (13, 2) heisst: "Wejaturu et Erez Kena'an... - sie sollen das Land Kenaan auskundschaften / erforschen." Die aramäische Übersetzung von Onkelos lautet "Wije‘alelun jat Ara". Wieder ein Hinweis auf "Elul", der die Bedeutung von "erforschen" in sich birgt. Der Monat Elul soll ja ein Monat des Erforschens des eigenen Inneren sein, da man während dieses Monats die Taten des vergangenen Jahres betrachtet, sich seiner Sünden bewusst wird, sie aus seinem Herzen entfernt und zu G"tt zurückkehrt.

 

Das Schofarblasen

Vom zweiten Tag Rosch Chodesch Elul an bis Erew Rosch Haschana bläst man jeden Tag nach dem Morgengebet vier Schofartöne: Tekia. Schewarim. Terna. Tekia.

Dieses Schofarblasen ist von der Tora nicht vorgeschrieben, es ist ein "Minhag Jisrael" - ein Brauch. Als Mosche Rabbenu am Rosch Chodesch Elul auf den Berg Sinai stieg, um die zweiten Gesetzestafeln zu erhalten, wurde im Lager Schofar geblasen, um allen Kindern Israels zu verkünden, dass Mosche in die Höhen gestiegen war, damit sie nicht noch einmal den Irrtum begehen, Götzen zu dienen. So ist der Brauch entstanden, an Rosch Chodesch Elul Schofar zu blasen, um sich an den Aufstieg Mosches zu erinnern, und um zu verkünden, dass sie die Sünde des Goldenen Kalbes bereut haben, dass ihnen verziehen worden ist, und dass ihnen am Ende von vierzig Tagen die zweiten Tafeln mit G"ttes Wohlwollen gegeben wurden. Die Erinnerung an diese Ereignisse muntern den Menschen zur Rückkehr auf.
Es wird nur nach dem Morgengebet Schofar geblasen, denn Mosche war am frühen Morgen auf den Berg gestiegen. Es gibt Gemeinden, die auch nach dem Abendgebet Schofar blasen. (Rabbi Mosche Isserles - Anmerkung der Übersetzerin.)
Man bläst während des ganzen Monats, um auf den Tag des Gerichts hinzuweisen, der sich nähert, und so die Menschen zur Rückkehr zu bewegen.
Dies ist das Charakteristische des Schofartons. Er soll aufrütteln und bis ins Innerste unseres Herzens dringen. So sagt auch der Prophet Amos (3, 6): "Im Jittaka Schofar Be'ir Weam Lo Jecheradu... - Wenn in der Stadt ins Schofar geblasen wird, sollte das Volk dann nicht erzittern?" Der Schofarton verkündet: "Wachet auf, ihr Schlafenden, lasst euch erwecken aus eurem Schlummer, überprüfet eure Taten und kehret reuig zurück." (Rambam)
Am Vortag von Rosch Haschana wird nicht Schofar geblasen, damit klar zum Ausdruck kommt, dass das Schofarblasen im Elul ein von de nWeisen angeordneter Minhag - Brauch -, das Schofarblasen am Rosch Haschana jedoch eine Vorschrift der Tora ist.

Minhagim - Bräuche des Monats Elul

Vom zweiten Tag des Monats Elul an, bis Hoschana Rabba wird in aschkenasischen Gemeinden nach dem Morgen- und Abendgebet der Psalm 27 gesagt: "G"tt ist mein Licht und meine Rettung...". Dieser Brauch hat seinen Ursprung im Midrasch: "G"tt ist mein Licht - am Rosch Haschana, und meine Rettung - am Jom Kippur. Weiter heisst es (ibid 5): "Denn Er wird mich in Seiner Sukka schützend bergen...", dies deutet auf Sukkot hin. (Nach dem Brauch des Ari sagt man diesen Psalm nach dem Morgen- und Minchagebet.)
Mancherorts ist es üblich, nach dem gemeinsamen Gebet auch andere Psalmen zu rezitieren, zehn oder mehr, je nach dem Brauch der Gemeinden. Wenn man im Monat Elul seinen Freunden Briefe schreibt, sollten am Anfang oder am Ende des Briefes die kommenden Hohen Feiertage erwähnt werden, indem man um Erbarmen bittet und auch gute Wünsche zum Ausdruck bringt: Man möge in den kommenden Tagen des Gerichts in das Buch des guten Lebens eingeschrieben werden.
Man pflegt auch, in diesem Monat die Tefillin untersuchen zu lassen, sowie auch die Mesusot, die sich an den Türen des Hauses befinden. Entdeckt man darin einen Schaden oder einen Fehler, so muss eine Korrektur vorgenommen werden.
Es gibt einen Minhag, der einst von "Rischonim" - Dezisoren, die dem Verfasser des "Schulchan Aruch", Rabbi Josef Karo vorausgingen - eingeführt wurde. Während des Monats Elul ruft der Schamasch in der Synagoge aus: "Schuwu Banim Schowawim... kehret zurück, ihr abtrünnigen Söhne..." (Jirmijahu 3, 14).

Das Sterben der Kundschafter

Am 17. Elul starben die Kundschafter, die Mosche ins Gelobte Land geschickt hatte. So heisst es in Bamidbar ( 14, 37): "Wajamutu Ha'anaschim... - es starben die Männer, die böses Gerücht über das Land verbreitet hatten!" G"tt hatte ihnen eine Frist gegeben und ihre Strafe erfolgte erst nach 40 Tagen, entsprechend den Tagen der Auskundschaftung. Sie hatten am 8. Aw gesündigt, und wurden am 17. Elul bestraft.
Unsere Weisen sagen: Wie gross ist doch die Sünde der üblen Nachrede. Wir lernen dies am Beispiel der Kundschafter. Sie hatten nur Schlechtes über "Bäume und Steine" ausgesagt,
nur über leblose Dinge geredet und wurden so schwer bestraft umso schwerwiegender ist es, wenn man seine Mitmenschen verleumdet!

Der 25. Elul

Nach der Auffassung von Rabbi Elieser wurde am 25. Elul die Welt erschaffen. Wenn es sich um Berechnungen des Kalenders handelt, ist Rabbi Eliesers Meinung immer ausschlaggebend! Der Tag der Erschaffung der Welt ging der Erschaffung des ersten Menschen um 6 Tage voraus, denn Adam wurde am Rosch Haschana erschaffen.
Es ist ein Minhag, sich zwischen dem 25. Elul und Rosch Haschana mit der Schöpfungsgeschichte in der Tora zu beschäftigen, und die entsprechenden Verse in "Bereschit" bis zur Erschaffung des Menschen zu lesen.

Der Bau der Mauer

Am 25. Elul wurde der Bau der Mauer um Jeruschalajim beendet. Diese Mauer wurde zur Zeit Nechemjas gebaut, so wie es heisst: "Der Bau der Mauer wurde am 25. Elul vollendet..." (Nechemja 6, 15).
Als Nechemja aus dem Exil nach Jeruschalajim zurückkehrte und die zerstörte Stadt sah, waren die Mauern durchbrochen und die Tore verbrannt. Da forderte er das Volk auf die Mauern wieder aufzubauen, damit Jisrael nicht zur Schmach der benachbarten Völker werde.
Judäas Feinde ringsum - Sanbalat aus Choron, Tovia, der Amonite und Geschem aus Arabien hatten ein Komplott geschmiedet und wollten den Wiederaufbau der Mauer verhindern. Die Leute von Jeruschalajim kannten zwar die Pläne ihrer Feinde, doch liessen sie sich nicht beirren. Sie beteten zu G"tt und standen Tag und Nacht Wache. "Habonim Bachoma­... - Die an der Mauer bauten und die an der Last trugen, luden auf, mit der einen Hand taten sie die Arbeit und mit der anderen hielten sie die Waffe" (Nechemja 4, 11). Als die Feinde sahen, dass sich die Bauleute durch nichts von ihrem Vorhaben abbringen liessen, versuchten sie, Nechemja durch falsche Anschuldigungen zu verleumden. Sie glaubten, auf diese Weise die Bauarbeiten zum Stillstand zu bringen. Doch all ihr böses Trachten war gescheitert, denn G"tt half dem Volk, und so konnte nach 52 Tagen der Bau vollendet werden. "Wajehi Ka'ascher Schame'u... - Es war, als alle unsere Feinde es hörten und alle Völker ringsum es sahen, da sanken sie sehr in ihren Augen, und sie erkannten, dass von unserem G"tt aus dieses Werk geschaffen worden war" (Nechemja 6, 16). Dieser Tag wurde in Israel ein Tag der grossen Freude.

Selichot

Wenn man frühmorgens zum Selichot-sagen aufsteht, muss man die Hände wie gewöhnlich übergiessen und die Beracha dazu sagen, obwohl der Tag noch nicht angebrochen ist. Nach den Selichot, wenn es schon Tag ist, muss man die Hände ein zweites Mal übergiessen, doch ohne Beracha. Auch den Segensspruch über die Tora soll man noch vor den Selichot sagen. In aschkenasischen Gemeinden ist es Sitte, dass der Vorbeter sich mit dem Tallit umhüllt, obwohl es noch nicht Tag ist. Die Mizwa von Zizit gilt nicht für die Nacht. Unsere Weisen haben dies im Zusammenhang mit den Selichot bestimmt: G"tt hatte Sich mit dem Tallit umhüllt und hatte Mosche die Gebetsanordnung gezeigt... Dabei hatte Er ihn die" Schlosch Essre Middot - die dreizehn Eigenschaften G"ttes" gelehrt. Da man über den Tallit, der für den Gebrauch am Tag bestimmt ist, eine Beracha machen soll, ist es Brauch, dass sich der Vorbeter mit einem ausgeliehenen Tallit umhüllt, über den keine Beracha verrichtet wird.
Das wichtigste Element des Selichot-sagens sind die Schlosch Essre Middot - die dreizehn Eigenschaften G"ttes (Schemot 34, 6-7). Ebenso wichtig ist die Widdui - das Sündenbekenntnis, das am Ende der Selichotgebete gesagt wird. Dieses Bekenntnis ist die Vorbedingung für die Teschuwa - die Rückkehr zu G"tt.
Unsere Weisen sagen: Rabbi Jochanan sagte: Gäbe es diesen Vers der Tora nicht, wäre es schwer, dies zu sagen. Wir lernen aus den Worten G"ttes, die Er zu Mosche sprach, dass Sich der Heilige, gelobt sei Er, in den Tallit gehüllt hatte, wie ein Chasan - ein Vorbeter - und Mosche so die Gebetsordnung gelehrt hatte. Er hatte zu ihm gesagt: Jedesmal, wenn Israel sich versündigt, soll es diese Gebetsordnung einhalten, dann werde Ich ihnen vergeben (Rasch Haschana 17b)

Dies sind die dreizehn "Middot" - die dreizehn Attribute G"ttes:

1. Haschem - Ich bin es, der Erbarmen zeigt, noch bevor der Mensch sündigt, obwohl Ich weiss, dass er sündigen wird.
2. Haschem - Ich bin es auch, der Erbarmen hat, nachdem er gesündigt hat und zurückkehrt.
3. Kel- Auch dies ist ein Attribut des Erbarmens, so wie es heisst: "Kejli, Kejli, Lama Asawtani - mein G"tt, mein G"tt, warum hast Du mich verlassen?" (Tehillim 22, 2). Dieser Ruf appelliert an die Barmherzigkeit G"ttes und nicht an die Strenge des Gerichts.
4. Rachum - der Barmherzige. Er erbarmt sich der Armen.
5. Wechanun - gnädig. Auch den Reichen zeigt Er Gnade.
6. Erech Apajim - langmütig. Er ist geduldig und beeilt Sich nicht, Strafe zu erteilen, denn die Möglichkeit der Umkehr besteht auch für den Sünder.
7. Weraw Chessed - reich an Liebe. Er wendet sich in Liebe auch an die, die keine grossen Verdienste haben.
8. We'emet - und wahrheitsübend. Er gibt guten Lohn all denen, die Seinen Willen befolgen.
9. Nozer Chessed La'alafim - Er bewahrt Seine Liebe bis ins tausendste Geschlecht. Die Liebe, die ein Mensch übt, bewahrt Er bis ins tausendste, ja sogar bis zum zweitausendsten Geschlecht.
10. Nosse Awon - hebt Krummes hinweg... Er vergibt mutwillige Verschuldung.
11. Wajescha - und Frevel. Dies sind die Vergehen des Menschen durch Auflehnung gegen G"tt.
12. Wechata'a - Er vergibt die Sünden, die unabsichtlich begangen wurden.
13. Wenakke Lo Jenakke - Er spricht frei und spricht nicht frei. Er spricht diejenigen frei, die umkehren, doch nicht die, die sich weigern umzukehren.

Der"Ari", Rabbi Jizchak Luria, erklärt die dreizehn Attribute G"ttes in anderer Einteilung:

1. Kel
2. Rachum
3. Wechanun
4.u.5. Erech Apajim. Deshalb im Plural, weil Er sowohl den Gerechten als auch den Bösen Langmut zeigt.
6. Weraw Chessed
7. We'emet
8.u.9. Nozer Chessed La'alafim. Es sind dies zwei Attribute des Erbarmens: einmal bewahrt Er die Liebe auf lange Zeit. Zweitens erstreckt sich die Wirkung der Liebe auf einen 500 mal grösseren Zeitraum als die Auswirkung der Verfehlung.
10. Nosse Awon usw.

Die dreizehn Attribute werden nur im gemeinsamen Gebet mit der Gemeinde gesagt. Wer Selichot allein betet, soll sie überspringen, oder sie lesen wie man in der Tara liest und nicht als Bittgebet verrichten.
Der Vorbeter, der die Selichot sagt, soll auch das Schacharitgebet vorbeten. "Hamatchil Bemizwa. Omrim Lo Gemor - wer eine Mizwa beginnt, soll sie zu Ende führen.
Ein weitverbreiteter Minhag - Brauch - ist es, am ersten Selichottag zu fasten.

Die "Teschuwa" - die Rückkehr - ist eine Handlung g"ttlicher Liebe

Eine der g"ttlichen Liebestaten, die der Schöpfer seinen Geschöpfen erweist, ist die Tatsache, dass Er ihnen den Weg zeigt, wie man aus den Fallen der eigenen Missetaten entrinnen, seine Seele retten und sich wieder G"tt zuwenden kann, um sich Seinem Zorn zu entziehen. Sogar wenn man grosses Unrecht getan, wenn man sich gegen G"tt aufgelehnt hat und Ihm untreu geworden ist, schliesst Er niemals die Tore zur Rückkehr. So heisst es: "Schuwu La'ascher He'emiku Sara Benej Jisrael - Kehret um zu Ihm, von dem man so sehr abgewichen, Kinder Israels" (Jeschajahu 31, 6). Rückkehr wird nie verweigert, sogar wenn Unglück und Leid zur Teschuwa Anlass gegeben haben. So heisst es: "Bazar Lecha … In deiner Bedrängnis, wenn dich dies alles getroffen hat, am Ende der Tage, dann wirst du zu G"tt, deinem G"tt zurückkehren und auf Seine Stimme hören" (Dewarim 4, 30). Umso grösser ist die Kraft der Teschuwa, wenn das Motiv des Rück­kehrenden G"ttesfurcht und Liebe ist. Viele Stufen gibt es auf dem Weg zur Teschuwa und je nach Stufe kann sich der Mensch G"tt nähern. Es führt zwar jede Teschuwa zur Verzeihung, jedoch erreicht man vollkommene Reinheit seiner Seele, wenn die Teschuwa aufrichtig und vollständig ist.
Will man ein Kleidungsstück reinigen, so nützt kein oberflächliches Wegwischen des Schmutzes, nur durch gründliches Waschen wird es wieder ganz sauber.

Grundbegriffe der Teschuwa

Drei Voraussetzungen führen zu wahrer Teschuwa: Ablassen von Sünde, Reue und Sündenbekenntnis.
Wie lässt man von Sünde ab? Man lege nicht nur die sündhafte Handlung ab, sondern entferne auch die dazu führenden Gedanken und nehme sich fest vor, diese Sünde nicht mehr zu begehen.
Was ist Treue? Der Mensch soll in seinem Herzen verstehen, wie schlimm und bitter es ist, G"tt zu verlassen. Er soll sich vor Augen führen, dass Schuld nicht ungestraft bleibt, und Reue empfinden.
Das Sündenbekenntnis ist das ausdrückliche, mündliche Bekenntnis. Man sage: Ich habe gefehlt, habe dieses und jenes getan. Nun habe ich es eingesehen und schäme mich meiner Taten. Ich werde dies nie wieder tun. Diese Art der Teschuwa ist nur dann von Nutzen, wenn es sich um Versündigung gegen G"tt handelt. Anders verhält es sich, wenn man einem Mitmenschen gegenüber gefehlt hat, wenn man gestohlen, ihn verletzt oder verflucht hat. Im ersteren Fall kann nur Vergebung erreicht werden durch Rückerstattung und Wiedergutmachung. Aber auch für das andere muss man seinen Mitmenschen besänftigen und ihn um Verzeihung bitten. Nun darf aber der Mensch nicht grausam sein und den Versöhnungsversuch zurückweisen. Wenn ein Mensch, der ihm Unrecht angetan hat, um Verzeihung bittet, soll er sie ihm aus vollem Herzen gewähren, auch wenn er ihm Arges angetan hat. Er soll keine Rache nehmen und nicht nachtragen - Lo Tikkom Welo Tittor! (Wajikra 19, 18)

Der Vorabend von Rosch Haschana

Am Erew Rosch Haschana pflegt man früh aufzustehen, um Selichot zu sagen. Es ist der letzte Tag vor dem Tag des Gerichts, an welchem alle Menschen der Erde von G"tt einer genauen Prüfung unterzogen werden. An diesem Tag ist man besonders darauf bedacht, sich seinen Mitmenschen gegenüber nichts zuschulden kommen zu lassen. Auch soll man seine Gedanken auf die Teschuwa richten.
Diese Situation ist mit dem Vortag eines Gerichtsverfahrens zu vergleichen. Wenn ein Mensch vor einem Richter aus Fleisch und Blut zu erscheinen hat, so ergreift ihn auch Bangen und Zittern. Es wird ihm dann nicht einfallen, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Er wird sich überlegen, in welcher Weise er den Richter und König um Gnade bitten soll. Er wird nach Argumenten suchen, um seine Verdienste glaubhaft vorzubringen und seine Bitte um Verzeihung zu formulieren. In wieviel grösserem Mass wird der Mensch ergriffen, wenn er am nächsten Tag vor dem König aller Könige, dem Heiligen, gelobt sei Er, zu erscheinen hat.
Je länger der sündhafte Mensch seine Reue und seine Rückkehr hinausschiebt, desto härter wird die Strafe, die ihn erwartet. Der einzige Ausweg ihr zu entgehen, ist die Teschuwa - die Rückkehr. Es liegt in seiner eigenen Hand, sich aufzuraffen, dann braucht er die Strenge und den Zorn G"ttes nicht zu fürchten.
Unsere Weisen bemerken hierzu: Man kann dies mit einer Räuberbande vergleichen, die im Gefängnis des Königs ein­ gesperrt war. Die Räuber gruben einen unterirdischen Gang und entkamen... Einem jedoch gelang die Flucht nicht. Der Gefängnisaufseher kam, sah den unterirdischen Gang, den sie gegraben hatten, und dass noch ein Gefangener zurückgeblieben war. Da schlug er mit einem Stock auf ihn ein und sagte: Wie ist das zu verstehen? Du hattest doch die Möglichkeit zu entkommen, warum hast Du dich nicht gerettet? Genau gleich verhält es sich mit der Teschuwa. Es gibt eine Möglichkeit, seiner sündigen Situation zu entrinnen. Wenn man aber die Gelegenheit verpasst, wird der g"ttliche Zorn noch grösser.
Es ist ein Brauch, am Erew Rosch Haschana bis nach Mittag zu fasten. Der Midrasch (Wajikra Rabba 30, 7) sagt, dass dieses Fasten die Schuld um ein Drittel vermindert.
Im Morgengebet von Erew Rosch Haschana wird kein Tachanun gesagt. Es wird jedoch bei den Selichot von Erew Rosch Haschana gebetet, sogar wenn die Selichot schon am
hellen Tag gesagt werden.

Manch einer erwirbt sich seine Weit in einer Stunde.

Einst weinte Rabbi Jehuda Hanassi: Manch einer erwirbt sich Olam Haba - die kommende Welt - in einer Stunde. Wen meinte der Rabbi damit? Es war Rabbi Elasar Ben Dordia. Elasar Ben Dordia hatte jahrelang ein sündiges Leben geführt. Eines Tages, als er gerade eine Sünde begangen hatte, sagte eine Frau zu ihm: "Elasar Ben Dordias Teschuwa wird niemals akzeptiert werden." Daraufhin zog er sich in die Natur, zwischen Berg und Tal, zurück. Er rief: "Berge und Täler! Bittet um Erbarmen für mich!" Da sagten sie zu ihm: "Bevor wir für dich um Erbarmen bitten, tun wir dies erst für uns selbst." Denn es heisst: "Ki Heharim Jamuschu... - denn es werden Berge weichen und Hügel wanken, aber Meine Gnade weicht nicht von dir" (Jeschajahu 54, 10). Da sagte Rabbi Elasar Ben Dordia: "Himmel und Erde, bittet ihr um Erbarmen für mich!" Sie antworteten: "Da müssen wir erst für uns selbst um Erbarmen bitten", so wie es heisst "Ki Schamajim Keaschan Nimlachu... - ...denn der Himmel wird wie Rauch vergehen und die Erde wie ein altes Kleid werden…" (Jeschajahu 51, 6). Da wandte er sich an Mond und Sonne und rief: "Bittet doch um Erbarmen für mich!" Sie erwiderten: "Da müssen wir erst für uns selbst um Erbarmen bitten", so wie es heisst: "Wechafra Halewana... - und der Mond wird sich schämen und die Sonne zur Schande werden" (Jeschajahu 24, 23). Da bat er Sterne und Sternzeichen, sich für ihn einzusetzen. Auch sie antworteten: "Wir müssen zuvor für uns selbst um Erbarmen bitten". Denn so steht geschrieben: "Wenamaku Kol Zewa Haschamajim... - die Heeresscharen des Himmels werden verfaulen..." (Jeschajahu 34, 4). Da sah Rabbi Elasar Ben Dordia ein, dass alles an ihm selbst liege. Er barg seinen Kopf zwischen seinen Knien und weinte bitterlich, bis er seine Seele aushauchte. Da ertönte eine himmlische Stimme und sagte: "Rabbi Elasar Ben Dordia ist für das ewige Leben in der kommenden Welt bestimmt worden!" (Awoda Sara 17a)
Rabbi Jehuda Hanassi sagte: Die Rückkehrenden werden nicht nur wieder angenommen, sie erhalten sogar den Titel "Rabbi"!
Warum hatte Rabbi Jehuda Hanassi deswegen geweint? Er hatte eingesehen, dass ein Mensch in einer einzigen Stunde erreichen kann, wofür ein Gerechter sich jahrelang bemüht.
Wir lernen daraus, dass auch Gerechte nicht all die Möglichkeiten, die ihnen während ihres Lebens zur Verfügung stehen, eingesetzt haben. Warum wurde Rabbi Elasar Ben Dordia "Rabbi" genannt? Weil man von ihm lernen kann, welche Kraft in einer Stunde echter Teschuwa liegt!

Teschuwa der Gerechten

Einst kam ein Schüler des Rabbi Sa'adja Gaon mitten in der Nacht zu ihm. Da sah er, wie der Rabbi sich im Schnee wälzte. Der Schüler war überaus verwundert und fragte den Rabbi: Habt ihr denn solche Kasteiungen nötig, weil ihr Teschuwa tun müsst? Da antwortete Rabbi Sa'adja: Zwar bin ich mir keiner schweren Schuld bewusst, dass ich mir solche Kasteiungen auferlegen müsste, doch tue ich dies, weil mich ein Mann beherbergte, der nicht wusste, dass ich ein Toragelehrter bin. Er hatte mir Ehre erwiesen, wie man dies einem gewöhnlichen Menschen tut. Als in der Stadt kund wurde, dass ich mich dort befand, kamen die Leute, um mich zu ehren und zu bedienen. Als mein Wirt dies sah, begann auch er mir besondere Ehre zu erweisen, ja sogar mehr noch als nötig gewesen wäre.
Als ich sein Haus verlassen wollte, warf er sich mir zu Füssen, weinte und flehte mich an: Verzeihet mir doch, dass ich Euch nicht die Euch gebührende Ehre erwiesen habe. Ich antwortete ihm: Du hast doch alles getan, was in deiner Macht stand. Was hättest du denn noch tun sollen? Da sagte er: Ich möchte wiedergutmachen, was ich bei unseren ersten Treffen versäumt habe, als ich noch nicht wusste, welch grosser Gelehrter ihr seid, und ich Euch nicht die gebührende Ehre erwiesen habe. Wenn es sich also um Mangel an Ehrerbietung handelt, sagt Rabbi Sa'adja Gaon - und hier handelte es sich ja nur um Ehrerbietung einem Menschen gegenüber - umso mehr muss ich weinen, flehen und mich kasteien, wenn ich gegen meinen Schöpfer, den ich jeden Tag mehr fürchte und liebe, gesündigt habe. So bitte ich den Heiligen, gelobt sei Er, Er möge mir verzeihen, dass meine Ehrfurcht und meine Liebe Ihm gegenüber bis jetzt unzureichend waren.

Jahresende für Ma'asser Behema - Zehntabgabe vom Vieh

In der Tora heisst es: "Wechol Ma'asser Bakar Wazon... - und alle Zehnten von Rindern und Schafen, die Zehnten von allen, die unter dem Stab hindurchgehen, sollen G"tt heilig sein" (Wajikra 27, 32). Somit sind wir verpflichtet, (zur Zeit des Tempels) ein Zehntel der reinen Tiere der Herde eines jeden jährlich zur Abgabe abzusondern. (Dies nannte man "Ma'asser Behema" - Zehntabgabe des Viehs). Diese Tiere waren geheiligt, so wie die übrigen Opfertiere. Man schlachtete sie im Vorhof des Tempels, sprengte das Blut auf den Altar und verbrannte ihr Fett darauf. Ihr Fleisch wurde von ihren Besitzern in Reinheit in Jeruschalajim verzehrt, so wie die übrigen "Kodaschim Kallim" - das Minderheilige.
Genau wie bei den Erträgen des Bodens, bei denen die Teruma - die Abgaben der neuen Ernte - nicht für das vorangehende Jahr abgesondert werden durften, war es auch nicht erlaubt, die Zehntabgabe des Viehs, das während des Jahres geboren wurde, zusammen mit den Tieren, die nach dem ersten Tischri geboren wurden, abzusondern.

Jahresende für Ma'asser Jerakot - Zehntabgabe von Gemüse und für Schmitta-Berechnung

Man nimmt kein Ma'asser von Gemüse, das vor Rosch Haschana geerntet wurde. So besitzt auch Gemüse, das während des Schmittajahres eingebracht wurde, Keduschat Schwi'it - die Heiligkeit des Schmittajahres, auch wenn es im sechsten Jahr gewachsen ist. Wird es im achten Jahr geerntet, wird es nicht als "heilig" betrachtet, obwohl es im siebten Jahr gewachsen ist.

Hatarat Nedarim - Auflösung von Gelübden am Erew Rosch Haschana

Es ist Brauch, am Erew Rosch Haschana nach dem Morgengebet Gelübde aufzulösen, damit man den Tag des Gerichts ohne Schuld eines übernommenen Gelübdes beginne. Man könnte ein solches gelobt, aber vergessen haben, es einzulösen.
Gelübde, die man auf sich genommen hat, können durch einen Gelehrten aufgehoben werden. Wer ein Gelübde gelobt hat, geht zu dem Gelehrten und sagt ihm, dass er ein solches ausgesprochen habe, doch sich nicht bewusst war, dass er es nicht halten könne. Oder er gibt einen anderen Grund an, weswegen er bereut, das Gelübde gelobt zu haben. Der Gelehrte sagt ihm dreimal: Mutar Lach - es sei dir aufgelöst.
Die Bitte der Auflösung muss vor drei Personen oder mehr, nicht aber vor weniger als drei, ausgesprochen werden. Ein autorisierter Rabbiner darf diese Erlaubnis auch allein geben, und wenn ein solcher nicht zur Stelle ist, dürfen es drei sonstige Personen sein. In der heutigen Zeit gibt es keinen kompetenten Gelehrten, der befugt wäre, das Gelübde allein aufzulösen.
Und so wird es am Erew Rosch Haschana gemacht: Ein jeder wählt sich drei Personen, und spricht vor ihnen aus, dass er alle Gelübde, die er während des Jahres gelobt hat, bereut. Sie antworten ihm: Es sei dir aufgelöst. Man pflegt diese Handlung mit einer festgelegten Formulierung, die in den Gebetbüchern gedruckt ist, zu tun. Diese Formulierung enthält die genauen Angaben über Gelübde und die Art und Weise, wie man sie auflösen kann.

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