Schewat/ Paraschat Beschalach

Jüdische Geschichte und Biographie

Schawuot  - Jahrzeit des «Ba’al Schem Tov»

Rabbi Israel ben Elieser, genannt «Ba’al Schem Tov» (Herr des guten Namens), geboren um 5458 (1698) in Okop, Polen-Litauen; verliess diese Welt am 1. Tag  Schawuot 5520 (21. Mai 1760)  in Medschybisch, Woiwodschaft Podolien, Polen-Litauen, ist der Begründer der chassidischen Bewegung im Judentum.

Anlässlich seiner Jahrzeit am Schawuot, bringen wir hier von ihm eine kurze, aber lehrreiche Geschichte

Die Kraft der Einheit (Achdut) von Klal Jisrael

Einst dawente (betete) der Ba’al Schem Tow mit seinen grossen Talmidim (Schülern). Wie immer, legte der Baal Schem Tow grossen Wert darauf, mit der ganzen Kawana (Inbrunst) und grossem Enthusiasmus zu Haschem zu beten. Seine Chassidim (Anhänger) waren mit dem Dawenen oft schneller fertig als er und warteten geduldig auf ihren Rebben. Einmal zog sich das Gebet des Ba’al Schem Tow sehr in die Länge, deshalb beschlossen seine Schüler für eine Stunde das Bejt Hamidrasch zu verlassen, um ihre persönlichen Angelegenheiten zu erledigen und dann ins Bejt Hamidrasch zurückzukehren. Wie verabredet, trafen sich die Chassidim nach einer Stunde wieder im Bejt Hamidrasch. Als der Ba’al Schem Tow mit dem Dawenen fertig war, drehte er sich zu seinen Chassidim um und sagte ihnen mit traurigen Stimme: „Ihr habt einen grossen Fehler begangen, indem Ihr mich hier alleine zurückgelassen habt um euren Beschäftigungen nachzugehen.“

Er erzählte ihnen darauf folgendes Maschal (Gleichnis): „Wie bekannt ziehen die Zugvögel im Winter in warme Länder, um dort der Kälte zu entfliehen. In einem dieser Länder entdeckte ein Soldat des Königs einen wunderschönen Vogel, der mit allen Farben des Universums geschmückt war. Sofort meldete er dies dem König, der ohne zu zögern seine Soldaten zusammenrief und ihnen befahl diesen aussergewöhnlich schönen Vogel einzufangen. Es war nicht leicht den hohen Baum zu besteigen, auf dem sich der Vogel befand. Die Soldaten beschlossen ein jeder auf die Schulter des andern zu stehen, um so den Vogel fangen zu können. Diese Mission war sehr kraftzehrend und langwierig. Einige der Soldaten, die unten standen, wurden ungeduldig und beschlossen nach Hause zu gehen. Doch sobald sie loszogen stürzten die Soldaten, die schon ganz nahe oben beim Vogel waren, in die Tiefe. Als der König dies hörte war er von seinen Dienern schwer enttäuscht, denn er hatte erwartet, dass seine Soldaten diese Mission gemeinsam ausführen würden, um so den Vogel zu fangen.

„Es wäre gut gewesen“, sagte der Ba’al Schem Tow zu seinen Schülern, „wenn ihr mich mit Eurer Tefillo (Gebet) unterstützt hätten. Aber da jeder seine privaten Sachen erledigen wollte, wurde diese Unterstützung zunichtegemacht und was ich erhofft hatte zu erreichen, ist nun verloren.

Die Lehre davon ist, dass wir nur dann die Chance haben, beim Ewigen alles was wir benötigen zu erreichen, wenn wir alle gemeinsam beten und einer den anderen im Dienste G-ttes unterstützt und ergänzt.

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Die Bearbeitung des Beitrages erfolgte durch Mitarbeiter des Jüfo-Zentrums in Zürich

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