Tewet 
/Paraschat Wajechi/


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Raw Frand zu Parschat Mikez 5768

Pharao erinnert Josef unverhohlen: Ich habe dich zu dem gemacht, was du bist

Nachdem Pharao die Deutung seines Traumes durch Josef gehört hat, anerkennt er: "Du bist der weiseste Mann von ganz Ägypten. Du sollst über mein Haus gesetzt sein und nach deinem Befehl sollen alle meine Leute ernährt werden; nur um den Thron soll ich grösser sein als du." [Bereschit 41:39-40]

Im nächsten Pasuk steht: "Dann sprach Pharao zu Josef, 'Siehe! Ich habe dich über das ganze Land Ägypten gesetzt.'" [41:41].

Was sagt uns dieser Pasuk Neues? Was lehrt er uns?

Ich sah zu dieser Frage etwas einen interessanten Gedanken von Raw Schalom Schwadron. Sogar die besten Menschen verspüren manchmal das Bedürfnis, andere daran zu erinnern, dass sie ihnen einen Gefallen getan haben. Je weniger man dies allerdings tut, desto ähnlicher ist man einem Engel.

Im Sefer Schoftim (Kapitel 13 – die Haftara von Parschat Nasso) lesen wir über die Geschichte des Engels, der Manoach und seiner Frau erschien und ihnen die Geburt ihres Sohnes Schimschon ankündigte. Nach der ausführlichen Schilderung, wie der Engel ein erstes Mal kam, um der Frau von Manoach die Geburt ihres Sohnes anzukündigen und dann das zweite Mal um die Nachricht gegenüber Manoach selbst zu wiederholen, schreibt der Nawi (Prophet): "Der Engel von Haschem kam nicht wieder, um vor Manoach und seiner Frau zu erscheinen; da realisierte Manoach, dass es ein Engel von Haschem war." [Schoftim 13:21]

Dies war der Beweis! Wäre er ein Mensch gewesen, so wäre er nach der Geburt von Schimschon zurückgekehrt und hätte gesagt: "Nu? Wie geht’s dem kleinen Jungen?" Er hätte irgendwie versucht, das kinderlose Ehepaar an seine eigene Rolle in ihrem jetzigen Glück zu erinnern und daran, was sie ihm dafür „schuldeten“.
Wie ein Engel zu sein, ist das eine Extrem. Wir können nicht danach streben, Engel zu sein.

Doch wenn wir wissen wollen, was das andere Extrem ist, das „Null“ auf der Skala, dann finden wir es hier in Parschat Mikez: "Dann sprach Pharao zu Josef; Siehe! Ich habe dich über das ganze Land Ägypten gesetzt." Dies genau sagt uns der Pasuk. Ohne es in schöne Worte zu kleiden, ohne sich an gesellschaftliche Normen zu halten, erinnert ihn Pharao: "Vergiss nicht, ich bin derjenige, der dich zu dem gemacht hat, was du bist – erinnere dich immer daran!"

Auch wenn wir nie die Stufe eines Engels erreichen werden, sollten wir versuchen auch keine Pharaos zu sein! Wenn wir jemandem einen Gefallen tun – ihm einen Job verschaffen, helfen seinen Heiratspartner zu finden, ihm ein Darlehen geben – sollten wir nicht auf Dankbarkeit warten. Es ist schwierig genug, der Empfänger eines solchen Gefallens zu sein, wir sollten es vermeiden, den anderen stets daran zu erinnern.



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