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Raw Frand zu Parschat Noach 5773

Noach und Mosche als zwei Schiffskapitäne auf stürmischer See

Es gibt einen interessanten Midrasch am Ende von Sefer Dewarim. Mosche Rabbejnu diskutiert mit diversen Persönlichkeiten aus der Torah, wie mit Adam, Noach, Awraham, Jizchak und Ja’akow. Noach stolziert vor Mosche, dass er grösser sei als Mosche, weil er von der Generation der Flut gerettet wurde. Mosche antwortet darauf, „Nein, ich bin erhabener als du, denn du hast nur dich selbst gerettet, jedoch hattest du nicht die Kraft deine Generation zu retten; ich aber, habe mich selbst und auch meine Generation gerettet. Wann habe ich meine Generation gerettet? Als Haschem mir nach der Sünde des „Egel Hasahaw“ (goldenes Kalb) sagte: „Lasse ab von mir und Ich werde sie vernichten“ [Dewarim 9:14]. Ich habe zu Haschem gebetet und erfolgreich meine Generation und mich selbst gerettet. Also bin ich grösser als du.“
Der Midrasch vergleicht dies zu zwei Schiffen die im Meer versinken. Im ersten Fall rettet der Kapitän sich selbst, aber lässt das Boot sinken. In anderen Fall, rettet der Kapitän sich selbst und auch die Passagiere. Der Midrasch kommentiert, dass es selbstverständlich ist, dass der letztere das grössere Lob verdient. Also, sagt der Midrasch, ist Mosche Rabbejnu grösser als Noach.
Wir erwähnten auch schon in vergangenen Jahren, dass, obwohl Noach den Versuch unternahm auf seine Generation einen Einfluss zu haben, er – aus welchem Grund auch immer – damit keinen Erfolg hatte. Der Sohar bemerkt, dass dies der Grund ist, warum der Mabul (die Sintflut) als „Wasser

Noachs“ [Jeschaja 54:9] genannt wird, weil Noach gewissermassen schuldig war dass die Menschen nicht gerettet wurden.
Ich habe einmal einen Nachruf gelesen, den Raw Schmuel Rosowsky auf den Poniwescher Raw gesagt hat. Der Poniwescher Raw war ein unaufhörlicher Schaffender und arbeitete für wichtige Torah-Angelegenheiten in der ganzen Welt. Er baute die Poniwescher Jeschiwa in Eretz Jisrael, dies ist nicht nur eine Jeschiwa, es ist ein Fundament der ganzen Torah-Welt. Er verbreitete Torah in der ganzen Welt. Er war unermüdlich. Er konnte nicht gestoppt werden. Auch als er schon ein alter Mann war – wenn jüngere Leute von Müdigkeit umfallen würden – wurde der Poniwescher Raw nicht müde seine Mission weiterzuführen.
Raw Schmuel Rosowsky stellt folgende Frage, “Was hat den Poniwescher Raw motiviert? Was hat ihn weitergetrieben?“ Raw Rosowsky sagte, dass er sehr oft vom Poniwescher Raw gehört hatte, dass er von dem Gedanken verfolgt wird, dass er vom Holocaust gerettet wurde, er aber seine Generation nicht retten konnte. Von den Litauischen Rabbinern war der Poniwescher Raw einer der Einzigen, der lebend aus Europa herauskam, jedoch plagte es ihn die ganze Zeit, dass er seine Generation nicht retten konnte.
Der Poniwescher Raw beschuldigte sich selbst mit der Beschuldigung Mosches an die Adresse Noachs: “Mich selbst habe ich gerettet, aber mein Boot habe ich nicht gerettet.” Anstatt in Depression zu versinken, motivierte ihn dieser Gedanke. Er wurde von der Idee besessen und sagte sich: „Wenn ich nicht die letzte Generation in Europa retten konnte, so gibt es hier eine neue Generation, die ich retten kann.“ Wenn ich nach meinen „120 Jahren“ vor Haschems Gericht komme, so will ich sagen können: „Ich habe mich selbst und meine Generation gerettet.“
Wir leben, Baruch Haschem, in einer Zeit in der wir die Freiheit, Möglichkeit und Gelegenheiten haben Mizwot ohne Grenzen und Einschränkungen zu erfüllen. Aber wir leben auch in einer Zeit von einem Holocaust. Wenn auch nicht ein Holocaust der Gaskammern, so in einem, in dem viele jüdische Seelen spirituell verloren gehen. Leider ist es so, dass wir auch eines Tages mit der Anklage werden konfrontiert sein „Ihr habt euch selbst gerettet, aber euer Schiff nicht“. Wir, mit all unseren Mizwot, Zedaka, und Torah-Lernen – alles wunderbar – haben G“tt sei Dank, den „Test von Amerika“ bestanden, aber dies ist nicht genug.

Es gibt immer eine Anklage von “Du hast dich selbst gerettet aber deine Generation nicht.” Deshalb, was immer unser Weg des Lebens ist, ob als Lehrer oder im Gemeindewesen, im Geschäft oder als Arzt, als Jurist oder Buchhalter, immer ist die Herausforderung da, nicht nur auf unsere persönliche spirituelle Bedürfnisse zu schauen, sondern auch auf die unserer Generation.
Auch wenn wir nicht die heilige Seele vom Poniwescher Raw haben und nicht wie er von der Idee “besessen” sind, unaufhörlich Torah in der ganzen Welt zu verbreiten, so müssen wir doch motiviert sein diverse geistige Aktivitäten zu entfalten, sodass wir in der Zukunft werden sagen können „Wir haben uns selbst und auch unsere Generation gerettet.“

 

Rav Frand, Copyright © 2012 by Rav Frand und Project Genesis, Inc und Verein Lema'an Achai / Jüfo-Zentrum.

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