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Raw Frand zu Parschat Noach 5767 (Beitrag 1)

Die Prioritäten beschreiben den Menschen

Gegen Ende unserer Parscha gibt es zwei bekannte Raschi-Kommentare.

Die Torah sagt: „Noach, der Mann des Bodens, pflanzte einen Weinberg.“ [Berejschit 9:20] Raschi bemerkt zu den Worten „der Mann des Bodens“ („Isch ha’Adamah“), dass Noach vom Boden geprägt war (genau wie Elimelech als „Isch Naomi“ [Rus 1:3]). Noach war der „Herr des Bodens“.

Der Ramban bemerkt, dass dieser Wortgebrauch eine Vorlage („seh banah Av“) für alle weiteren derartigen Ausdrücke ist. Der Mensch, „Isch“, wird mit dem Zusatz beschrieben. Der Ramban zitiert als weiteres Beispiel „Isch ho’Elokim“: Mosche ist der Mann G’ttes, also ein Mensch, der sich durch G’tt definiert. Noach andererseits, wurde ein Mensch, der sich durch den Boden definiert.

Vorher gibt Raschi eine Umschreibung des Ausdrucks „vajachel Noach“ (eigentlich: „Noach begann“ – vom gleichen Wortstamm wie: „Techila“, „Anfang“). Raschi erklärt, dass das Wort „vajachel“ beschreibt, dass Noach zu Bedeutungslosigkeit absank (vom Wort „chulin“: „nicht-heilig“), weil er nach der Flut nicht ausgerechnet einen Weinberg hätte pflanzen sollen.

Auf die Frage: „Hätte Noach einen Weinberg pflanzen sollen?“ sollte die Antwort eigentlich „ja“ lauten. Wir müssen uns fragen: „Alles Leben auf der Welt war ja zerstört worden; woher hatte Noach denn die Weinreben her?“ Noach hatte Samen von jeder Baum- und Pflanzenart, genau wie alle Tiere, in die Tejva (Arche) mitgenommen, um die während der Flut erfolgte Zerstörung der Pflanzenwelt wieder zu beheben. Zweifellos hatte Noach die Aufgabe, wieder einen Weinberg zu pflanzen. Raschi bemängelt jedoch im Namen von Chasal, unseren Weisen, dass Noach die Pflanzung des Weinbergs zu seinem ersten Unternehmen machte.

Rav Jerucham Levovitz erklärt, dass dies eine wichtige Lektion für das Festlegen der richtigen Prioritäten ist. Es gibt vieles, das wir auf dieser Welt zu erledigen müssen. Wir haben viele Verpflichtungen. Aber die Prioritäten definieren, was aus einem Menschen wird. Der Passuk sagt „vajachel Noach Isch ha’Adamah“. Unsere Weisen bemerken, dass Noach früher als reiner und vornehmer Mensch („Noach Isch Zadik tamim“) umschrieben wird. Schaut, was aus ihm wurde! Plötzlich nennt man ihn ein „Erdmensch“. Was machte er falsch? Chasal erklären, dass sein geistiger Abstieg fast unbemerkbar war. Es handelte sich nicht um eine dramatische Rebellion oder Änderung des Lebenswandels. G’tt behüte! Noach setzte einfach die falschen Prioritäten und vertat sich in der Reihenfolge des Anbaus, er gab dem zweitrangigen Gewächs den Vorrang.

Wie der vorher erwähnte Raschi zeigt, definierte Noachs falsch gesetzte erste Priorität sein ganzes Wesen. Der Weinberg beschreibt ihn, weil er für ihn die Priorität Nummer eins im Leben war. Es ist entscheidend, die richtigen Prioritäten zu setzen.


Quellen und Persönlichkeiten:
Raschi (1040 - 1105) [Rabbi Schlomo ben Jizchak]: Troyes (Frankreich) und Worms (Deutschland), "Vater aller Torahkommentare".
Rav Jerucham Levovitz (1874 - 1936): Einflussreicher Denker, Maschgiach (Leiter und geistiger Ratgeber) der Jeschiwa in Mir, Litauen.



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