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Raw Frand zu Parschat Wajeze 5768

Mit Haschem ein Geschäft abschliessen – in der Tradition von Jaakow Awinu

In der dieswöchigen Parscha wird über einen Schwur zu Haschem berichtet, der an eine Bedingung geknüpft war. "Dann schwor Jaakow und sagte, 'Wenn G'tt mit mir sein wird und mich behüten wird auf diesem Wege, den ich gehe und Er mir geben wird Brot zu essen und ein Kleid anzuziehen; und ich kehre zurück in Frieden in das Haus meines Vaters und Haschem wird mein G'tt sein; dann soll dieser Stein, den ich hier als Denkstein gesetzt habe, ein G'tteshaus werden und alles was Du mir geben wirst, werde ich Dir verzehnten." [Bereschit 28:20-22]

Eigentlich machte Jaakow hier einen Handel mit dem Herrn der Welt. Es ist eine Tradition des jüdischen Volkes, dass Menschen mit Haschem Deal’s abschliessen. Ich würde euch gerne eine Geschichte erzählen, die ich im Namen von Rav Chatzkel Besser gehört habe. Er hörte diese Geschichte persönlich vom Sadigerer Rebben in Tel Aviv.

Öfters ist es im Leben entscheidend, ent- weder „zur richtigen Zeit am richtigen Platz zu sein“ oder „zur falschen Zeit am falschen Ort“. Der Sadigerer Rebbe musste am Schabbat Parschat Sachor, 12. März 1938, in Wien sein. Dies war ein sehr ungünstiger Moment in der österreichischen Haupt- stadt zu sein. An jenem Freitag marschierten die Nazis in Wien ein und plünderten jüdische Häuser. Mit der Invasion der Nazis begann die Endphase des Wiener Judentums.

[Ironischerweise war die berühmte Familie Reichman zu jener Zeit auch in Wien. Am selben Schabbat hätte die Bar Mitzwa des ältesten Bruders, Edward Reichman, stattfinden sollen. Unglücklicherweise – oder wenigstens dachten sie damals so – erlitt der Vater von Frau Reichman, der noch in Ungarn lebte, einen Herzanfall. Sie wollten unbedingt, dass der Grossvater bei der Bar Mizwa dabei sein sollte, doch an eine Reise war in seinem Zustand nicht zu denken. Also verliess die ganze Familie Wien in Richtung Ungarn um die Bar Mitzwa dort zu feiern. Samuel Reichman (der Vater) ging nie wieder nach Wien zurück. So war es ihnen möglich, aus Europa zu flüchten. Glücklicherweise waren sie - zur richtigen Zeit am richtigen Ort - in Ungarn.]

Der Sadigerer Rebbe hatte kein solches Glück. Die Nazis griffen alle prominenten Jehudim, die sie finden konnten, auf. Sie zerrten Jehudim aus Autos, aus Synagogen, aus jedem Ort wo sie sie antrafen. Sie nahmen den Sadigerer Rebben gefangen. Dies ist der Hintergrund der Geschichte, die ich erzählen möchte. Ich werde bald erklären, was später geschah.

Jahre später besuchte Rav Chatzkel Besser Tel Aviv. Eines Morgens ging er früh zum Schtiebel (chassidisches Betlokal) des Sadigerer Rebben. Er bemerkte, wie der jüdische Strassenkehrer die Strasse wischte. Als er den Gehsteig vor dem Schtiebel erreichte, hielt er im Wischen inne, ging an der Schul vorbei und begann dann sein Putzen wieder vor dem nächsten Häuserblock.

Rav Chatzkel Besser dachte, er sei Zeuge einer anti-religiösen Diskriminierung geworden, und überquerte die Strasse, um mit dem Mann zu sprechen:

„Was ist falsch an diesem Strassenabschnitt?“ Der Strassenwischer antwortete "HaRebbe lo noten Reschut" (Der Rebbe erlaubt mir nicht, dort zu wischen.) Rav Chatzkel Besser glaubte ihm nicht und wiederholte seine Frage, worauf der Strassenfeger seine Antwort wiederholte.

Er dachte, der Mann habe aus Hass die Geschichte erdichtet oder sei einfach nur faul. Er ging zum Rebben hinein und fragte ihn direkt "Weshalb weigert sich der Strassenkehrer vor deinem Schtiebel zu putzen?" Der Rebbe wich der Frage aus und gab keine deutliche Antwort. Dies war Freitagmorgen. Er wiederholte seine Frage an den Rebben am Freitagabend, am Schabbatmorgen und am Schabbat- nachmittag: "Was heisst 'HaRebbe lo noten Reschut'?"

Erst gegen Ende von Schabbat war der Rebbe bereit ihm die wahre Antwort zu geben und erzählte ihm folgende wahre Geschichte: Als er an jenem Schabbat im März 1938 in Wien war, nahmen ihn die Nazis mit und zogen ihm die Uniform eines Strassenfegers an. Sie gaben ihm eine winzige Bürste und brachten ihn zu den Treppen vor der Wiener Oper. Dort zwangen sie ihn, jede Stufe der Treppe zu putzen.

Natürlich war dies eine sehr schmachvolle Arbeit. Er trug eine der kleinen Mützen der Strassenwischer und versuchte die riesigen Treppen mit einer kleinen Zahnbürste zu putzen. Er erzählte, dass er dann einen "Deal" mit dem Ribbono schel Olam gemacht habe. Er sagte, "Herr der Welt, wenn Du mir hilfst, dies hier lebend zu überstehen, dann verspreche ich, dass ich die Strassen von Erez Jisrael putzen werde."

Er überlebte und hielt sein Versprechen. Als er nach Erez Jisrael kam und dort sein Schtiebel aufbaute, nahm er auf sich, dass er nie jemandem erlauben werde, vor seinem Schtiebel zu putzen – er würde dies selbst tun. Jeden Tag würde er das Trottoir vor seiner Schul wischen, wegen des Deal’s, den er mit Haschem gemacht hatte, in der Tradition von Jaakow Awinu.



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