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Raw Frand zu Paraschat Wa'era 5764

Mosche und Aron blieben von Anfang bis zum Schluss Mosche und Aron

Im ersten Teil unseres Wochenabschnittes stehen einige merkwürdige Verse. Nachdem G’tt Mosche und Aron beauftragt hatte, das jüdische Volk aus Ägypten zu führen, wendet sich die Torah ihrem Stammbaum zu. Anschliessend sagt der Vers: “Dies waren Mosche und Aron, denen Haschem gesagt hatte: ‚Führt die Kinder Israels nach ihren Scharen aus dem Land Ägypten‘. Sie waren diejenigen, die mit Pharao, dem König von Ägypten, sprachen, um die Kinder Israels aus Ägypten zu führen; es waren dies Mosche und Aron.“ [Schemot 6:26-27] Der letzte Vers ist scheinbar eine genaue Wiederholung des vorhergehenden.

Raschi bemerkt diese scheinbare Wiederholung und sagt, dass man daraus schliessen kann, dass die Rechtschaffenheit und die Vollkommenheit von Aron und Mosche während dem ganzen Prozesses unversehrt blieben.

Rav Gifter szl erklärt diesen Raschi. Am Anfang des Pasuks stellt der Text Aron und Mosche als diejenigen vor‚ die den Befehl erhalten hatten, 'die Juden aus Aegypten hinauszuführen'. Der Grund dafür war einzig, weil G’tt es ihnen befohlen hatte. So fangen wir alle an, wenn wir ein Projekt in Angriff nehmen. Warum tun wir es? Wir tun es, weil man uns so geheissen hat. Wenn jemand eine verantwortungsvolle Stellung einnimmt - sei es, weil er dazu gewählt oder beauftragt wurde, oder weswegen auch immer - nimmt er seine Aufgabe ernst und tut das, wozu er gewählt oder beauftragt worden war.

Was geschieht jedoch nach einer Weile? Nachdem wir mit der Arbeit begonnen und uns darin vertieft haben, tun wir es nicht mehr, weil es uns befohlen worden war oder wegen unseres Auftrags. Wir tun es, weil unser Ich hineingezogen wurde. Nun stellt sich die Frage, ob WIR erfolgreich sein werden oder ob wir scheitern. Unser Ruf steht auf dem Spiel.

Der Vers lässt uns wissen, dass die Grösse von Mosche und Aron darin bestand, dass sie von der Befehlserteilung, die Juden aus Ägypten hinauszunehmen – was sie völlig selbstlos ausführten (weil G’tt es ihnen sagte) – bis zur Beendigung des ganzen Prozesses, ihren Auftrag mit vollkommener Hingabe, auf völlig selbstlose Weise erfüllten (weil G’tt so gesagt hatte). Die Torah erzählt in der Rückblende, als alles gesagt und getan war: "Mosche und Aron blieben die Gleichen" wie zu Beginn der Aufgabe. Sie handelten nicht aus eigennützigen Motiven oder weil ihr Ansehen auf dem Spiel stand. Sie handelten – bis zum Schluss – einzig, um G’ttes Willen auszuführen. Es war nicht wegen ‚ihnen‘, es war G’ttes Befehl, der zählte. Sie blieben Gerechte vom Anfang bis zum Ende.

Oft geschieht es, dass wir edle Werke in Angriff nehmen. In der Folge verwickeln wir uns in Probleme, weil wir zu sehr mit unserem Ego beschäftigt sind. Schliesslich motivieren uns unser „Erfolg und Ruhm“ mehr als die Gehobenheit der Sache oder des Unternehmens. Wenn wir uns für G’tt bemühen, sollte nicht Erfolg die Motivation sein. Alles was zählt, ist unser Bemühen. Führten wir die Arbeit redlich aus? Gaben wir unser Bestes? Das zählt.

Wir verlieren die Perspektive, wenn unser Ego hineingezogen wird und uns, koste es was es wolle, zum Erfolg antreibt. Hier werden unsere Charaktereigenschaften (Middot) geprüft. Hier gehen die Dinge oftmals schief.


Quellen und Persönlichkeiten:
Raschi (1040 - 1105) [Rabbi Schlomo ben Jizchak]: Troyes (Frankreich) und Worms (Deutschland); "Vater aller Torahkommentare".
Rav Mordechai Gifter (1916 – 2001): Rosch Jeschiwa, Telser Jeschiwa, Cleveland, Ohio; USA.



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