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Die "Geradlinigkeit" von Paraschat Beschalach rechtfertigt die Bezeichnung "Schabbat Schira" (Rav Frand Beschalach 5782 - Beitrag 2)

Rav Frand zu Paraschat Beschalach – Schabbat Schira 5782 - Beitrag 2

Ergänzungen: S. Weinmann

Die "Geradlinigkeit" von Paraschat Beschalach rechtfertigt die Bezeichnung "Schabbat Schira"

Der Schemen HaTov meint, dass die grammatikalische Wurzel des Wortes "Schira" (Lied) JASCHaR (gerade) ist, in der Bedeutung von "geradlinig". Ich bin grammatikalisch nicht so bewandert, um sagen zu können, dass dies zutrifft, aber im übertragenen Sinn können wir dies sicher annehmen.

Im menschlichen Leben gibt es Höhe- und Tiefpunkte. Es gibt Berge und Täler. Der Moment, in dem ein Mensch Rückschau halten und die Geradlinigkeit ("Jaschrut") des Lebens erkennen kann - dass sich die Dinge nach einer gewissen Zeit zurechtgebogen haben und alles grundsätzlich geradlinig verlaufen ist - dies ist der Zeitpunkt, in dem er zur Schira (zum Lobgesang) starten kann. Im Rückblick kann man erkennen, dass alles Vergangene 'geradlinig' war.

Der Schemen HaTov bemerkt zur Tatsache, dass der dieswöchige Schabbat "Schabbat Schira" (Schabbat des Liedes) genannt wird, folgendes: Der Grund, dass dieser Schabbat "Schabbat Schira" genannt wird, kann nicht nur darin liegen, dass der Wochenabschnitt die Schira enthält. In diesem Fall müsste man Paraschat Jitro (kommende Woche) "Schabbat Torah" nennen, weil sie die Übergabe der Zehn Gebote enthält. Wieso bezeichnet das jüdische Volk Paraschat Beschalach mit "Schabbat Schira"?

Der Schemen HaTov beantwortet dies damit, dass die 210 Jahre anhaltende Wohndauer des jüdischen Volkes in Ägypten - trotz Höhen und Tiefen - schlussendlich gut endete und das Volk Mizrajim verliess. Aber dieser rote Faden setzt sich im ganzen Wochenabschnitt fort. Keine andere Parascha enthält solche Schwankungen zwischen Bergen und Tälern. Das jüdische Volk verliess Ägypten machtvoll, mit kraftvoller Hand. Als sie jedoch mit dem Rücken zum Meer standen und die Ägypter über sie herzufallen drohten, war die Luft aus dem Ballon draussen. Der ganze Auszug aus Ägypten stand in Gefahr. Es schien, als ob er sich in nichts auflösen würde.

Dann teilte sich das Meer. Es war ein unglaubliches Hoch. Die Rettung erfolgte auf wunderbare Weise. Was geschah dann? Sie standen da ohne Wasser und neue "Tiefpunkte" setzten ein. Dann wurde das Bitterwasser auf wunderbare Weise süss und alle waren wieder im "Hoch". Dann hatten sie nichts zu essen. Sie begannen zu murren - wieder ein "Tief". Schliesslich erhielten sie das wunderbare Man (Manna) und waren wieder glücklich. Dann griff Amalek an und so ging es weiter...

Paraschat Beschalach ist die Parascha über das Leben. Beim Leben geht es um Hochs und Tiefs, um Berge und Täler. Deshalb wird die Parascha, die uns diese Lehre erteilt, Schabbat Schira (der Schabbat der Geradlinigkeit oder des Gleichgewichts) genannt.

Der Moment, in dem ein Jude Rückschau hält und, bei allen Tiefpunkten und Niederlagen aber auch Höhepunkte - das Jaschrut (Geradlinigkeit, Fairness) - erkennen kann, dann ist er in der Lage, den Grundgedanken dieses Schabbats ertönen zu lassen: Schira, Lobgesang für G'tt.

Quellen und Persönlichkeiten:

Schemen HaTov: Rav Dov Weinberger, zeitgenössischer Autor und Rabbiner in Brooklyn, New York.

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Die Bearbeitung dieses Beitrages erfolgte durch Mitarbeiter des Jüfo-Zentrums in Zürich

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