Adar Scheni
/Paraschat Zav


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Raw Frand zu Parschat Wajikra 5765 (Beitrag 1)

Mosche hatte nicht die Absicht, einen Buchstaben der Torah auszulassen

Der letzte Buchstabe des ersten Wortes des Buches Vajikra ist ein verkleinertes Alef. Der Midrasch sagt, dass Mosche Rabbejnu statt dem Wort „VaJikra“ das Wort „VaJikar“ schreiben wollte. Diese beiden Worte tragen eine recht unterschiedliche Bedeutung. G’ttes Gespräch mit Bilam wird mit dem Verb „VaJikar“ umschrieben. Dies beschreibt eine ungezwungene, nebensächliche Begegnung. „VaJikra“ meint hingegen ein Gespräch, das von Zuneigung geprägt ist und in dem der Gesprächspartner mit seinem Namen angesprochen wird.

Mosche wollte sich in seiner Bescheidenheit nicht auf eine höhere Stufe als Bilam stellen und beabsichtigte, dass in diesem Pasuk (Vers) der Ausdruck „VaJikar“ benützt wird.

Aus diesem Grund erscheint das Wort „VaJikra“ mit einem kleinen Alef.

Dieser Midrasch stört den Chatam Sofer. Mosche Rabbejnu war nicht der Verleger der Torah mit der Berechtigung, Worte oder Buchstabenfolgen, welche ihm G’tt diktiert hatte, willkürlich zu ändern. G’tt alleine ist der Autor und Verleger des Chumasch. Der Chatam Sofer legt diesen Midrasch deshalb im Sinne der Einführung des Ramban zur Torah aus. Der Ramban sagt, dass die Torah ursprünglich zwischen den Worten keine Leerschläge enthielt – sie bestand aus einer Buchstabenfolge, die auf unendlich viele Weisen aufgebrochen und ausgelegt werden kann.

Mosche wollte keinesfalls den Buchstaben Alef entfernen. Er wollte ihn einzig vom Rest des Wortes trennen. (Der erste Pasuk hätte dann als „VaJikar „Alef““ gelesen werden können.) Es gibt in der Torah auch an anderer Stelle ein Wort, das nur aus einem Buchstaben besteht. In Parschat Ha’asinu wird das Vorwort „Hej“ in der Frage „Ha – Le’Haschem tigmilu sot?“ („Wie? Ist dies die Weise, wie ihr G’tt behandelt?“) [Devarim 32:6] vom Rest des Wortes getrennt. Eine derartige Schreibweise finden wir somit bereits anderswo in der Torah. G’tt behüte, Mosche wollte keinesfalls einen Buchstaben aus der Torah weglassen. Er beabsichtigte nur, das Wort „VaJikra“ aufzutrennen, sodass vor dem Alef ein Leerschlag erfolgt.


Quellen und Persönlichkeiten:
Chatam Sofer: Titel von Werken des Rabbi Mosche Sofer (1762 – 1839) von Pressburg, Slowakei. Rosch Jeschiwa und anerkannter Führer der ungarischen Juden.
Ramban (1194 -1270) [Rabbi Mosche ben Nachman]: einer der führenden Toragelehrten des Mittelalters; Gerona, Spanien, Jerusalem.



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