Tewet 
/Paraschat Wajechi/


 

 

 

  

 

 

 

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Raw Frand zu Parschat Bechukotai 5770 (Beitrag 1)

Eine tröstende Auslegung eines furchterregenden Verses

In Parschat Bechukotaj steht ein furchterregender Passuk. In der Mitte der schrecklichen Tochecha (Zurechtweisung und Strafandrohung), steht im Passuk: "Ihr werdet das Fleisch eurer Söhne verzehren, und das Fleisch eurer Töchter werdet ich essen." [Wajikra 26:29]

Der Midrasch in Ejcha Rabba (Kapitel 14) erklärt diesen Passuk nicht auf wörtliche Weise. In Megillat (Rolle) Ejcha steht folgender Vers: "Die Hände barmherziger Frauen kochten ihre Kinder; ein Mahl waren sie ihnen (haju lewarot lamo) beim Untergang der Tochter meines Volkes." [Ejcha 4:10] Dieser Vers enthält eigentlich den gleichen Fluch wie der Passuk in der Tochecha Jedoch die Auslegung dieses Verses durch den Midrasch Ejcha lässt auch den Passuk in unserm Wochenabschnitt in einem ganz andern Licht erscheinen.

Der Midrasch erklärt: Der Allmächtige sagte, "Ich war bereit, die Welt zu zerstören, jedoch Meine Kinder liessen dies nicht zu. Wegen ihrer Taten, konnte ich (sozusagen) nicht tun, was Ich wollte.“ Was bedeutet dies?

Während des Churbans (Zerstörung von Jeruschalajim) hatte eine Frau einen einzigen Laib Brot, der für sie, ihren Mann und ihre Kinder für einen Tag ausgereicht hätte. Doch als dieses Ehepaar sah, dass das Nachbarkind vor Hunger gestorben war, nahmen sie ihr eigenes Brot – sozusagen aus dem Mund ihrer eigenen Kinder – und brachten es zu den Nachbarn. Damit gaben sie ihnen eine Trostmahlzeit (Se’udat Hawra’ah), um sie wegen des Verlusts ihres Kindes zu trösten. (Gemäss den Trauervorschriften sollte die erste Mahlzeit nach der Rückkehr vom Begräbnis eines Familienmitglieds nicht aus der eigenen Küche stammen, sondern von Nachbaren oder Bekannten zur Verfügung gestellt werden.) Der Midrasch vergleicht die Wurzel des Ausdruckes in Ejcha – „haju lewarot lamo“ (ein Mahl waren sie ihnen) mit der Wurzel von Se’udat Hawra‘ah (Trostmahlzeit).

Als die Familie, die schon für sich selbst kaum genug Brot hatte, sah, was nebenan geschehen war, nahm sie ihre eigene magere Ration und versorgte damit ihre Nachbarn mit der Se’udat Hawra’ah; sie wollte ihnen helfen, über den schrecklichen Verlust hinwegzukommen. Der Passuk rechnet ihnen dies als ein Opfer an, als ob sie die eigenen Kinder gekocht hätten. Als der Allmächtige ein solches Opfer sah, kam Er zum Schluss: Ein solch (wundervolles) Volk kann Ich nicht vollständig auslöschen.



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