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Raw Frand zu Parschat Bamidbar 5767

Stammes-Flaggen: Mehr als nur “Stars and Stripes“

„Jeder Mann bei seiner Flagge und bei seinem Abzeichen.“ So schreibt der Midrasch zu Pasuk 2:2 in der dieswöchigen Parscha. Der Midrasch zitiert aus Schir HaSchirim (Lied der Lieder) 6:10, "Wer ist es, der hinunterblickt, leuchtend wie die Morgenröte, aufhellend wie der Mond, strahlend wie die Sonne, Furcht einflössend wie das führende Heer der Könige?"

Als die Nationen der Welt die Jehudim sahen, wie sie durch die Wildnis zogen, gruppiert nach ihren Stämmen, da riefen sie aus "Wer sind diese Leute, die so bewundernswert reisen unter ihren Flaggen?" Die Völker waren so beeindruckt, dass sie zu den Jehudim sagten, "Kehre zurück, kehre zurück, oh Schulamith und wir werden den Adel von dir wählen." [Ibid. 7:1] Du bist so wunderschön und erstaunlich. Bitte lasst uns zusammenschliessen. Wenn du dich uns anschliesst, werden wir dich zu unseren Führern machen, zu unseren Gouverneuren und zu unseren Herrschern. Wir sind so beeindruckt von euch, lasst uns eins werden.

Der Midrasch schreibt, was die Jehudim antworteten, "Was könnt ihr uns anbieten? Könnt ihr uns etwas Besseres versprechen, als was unser G’tt uns schon gegeben hat – nämlich diesen wunderbaren Plan, in Aufstellung zu reisen, jeder Stamm unter seiner eigenen Flagge?" Und sie lehnten das Angebot der anderen Nationen ab.

Was bedeutet dieser Midrasch? Weshalb waren die Völker von den Flaggen so beeindruckt? Was war so einzigartig an einer Gruppe von Menschen, die unter einer Gruppe Fahnen reisten? Schliesslich hat ja jede Nation eine Fahne. Auf dem Platz der UN sieht man sofort, dass es nichts Besonderes ist, eine Fahne zu haben. Jedes noch so kleine Land hat seine eigene Fahne. Was war dann so einzigartig und wunderbar an dieser Reise-Aufstellung, das den Neid der Völker hervorrief?

Ich sah die folgende Erklärung in einem Sefer namens Jalkut Ma'amarim von Raw Segal: Jedes Volk kann eine Fahne haben. In den USA haben sie die "Stars and Stripes", die Briten haben den "Union Jack", und wir haben unser Schweizerkreuz. Das Problem dabei ist, Fahnen sind mit einem gewissen Mass an Nationalismus verbunden und Nationalismus steht dem Chauvinismus nahe. Natürlich, die Engländer haben eine Fahne und die Franzosen haben eine Fahne. Doch von jeher, hassen die Engländer die Franzosen und die Franzosen kommen mit den Engländern nicht aus.

Ja, wir haben die UN, bei der 192 Länder Mitglieder sind, und jedes hat ihre eigene Fahne. Doch fast jedes Land hasst die anderen. Eines der wahren Wunder der Geschehnisse um den Persischen Golf (1991) war, dass alle Völker der Welt sich über eine Sache einigen konnten. Eigentlich wissen wir, dass die UN in den vergangenen mehr als 50 Jahren eine beinahe unnütze Stellung innehatte. Der Grund dafür ist, dass Fahnen mit Nationalitäten zusammenhängen und Nationalitäten mit Rivalitäten. 15 Länder wurden in eine "Sowjetunion" gezwungen, doch sobald der Deckel entfernt wurde, kehrten die Völker, die sich in den vergangenen Jahrhunderten gehasst hatten, zu ihren alten Rivalitäten zurück.

Die Völker waren nicht beeindruckt, dass alle Stämme der Jehudim ihre eigene Flagge hatten. Dies ist nichts Besonderes. Doch was ist ja besonders? Trotz des Umstandes, dass es zwölf Flaggen hatte, die die zwölf einzigartigen Gruppen von Persönlichkeiten und Einzelwesen verkörperten, verblieb eine gewisse Einigkeit, die das ganze Lager in der Wüste durchdrang. Die Völker hätten die Fahnen kopieren können. Doch konnten sie nicht den Frieden und die Einigkeit kopieren, die zwischen uns Jehudim existierte.

Was war das Geheimnis der Jehudim? Weshalb konnten sie alle zusammen in Harmonie leben? Die Antwort liegt in einem Pasuk: "Mögen wir singen aus Freude über Deine Rettung, und emporheben unser Banner im Namen unseren G’ttes" (uwe'Schem Elo-kenu Nidgol) [Tehillim 20:6]. Der Name von Haschem ist das 'Banner' zu dem jeder salutiert – die Flagge von G’tt. Alle zwölf Flaggen verblassen und werden unwichtig, ob der grösseren Flagge dort draussen – die Flagge der Ehre des Himmels. Wenn man eine solche Gemeinsamkeit der Ziele hat, dann kann man Einigkeit haben. Wenn meine Flagge jedoch die erste sein muss, und ich sie nicht dem Wohl eines grösseren Guts unterstellen kann, dann haben wir eine Situation wie die "United Nations" mit all ihren Kontroversen.

Raw Meir Schapiro sz'l, sagte einmal folgenden wunderschönen Gedanken. Menschen, die "Nusach sefard" beten, wie die Chassidim, beginnen ihre Gebete am Morgen mit "Hodu" (Lasst uns danken). Diejenigen, die "Nusach aschkenas" beten, wie es die litauischen und deutschen Aschkenasim tun, beginnen mit "Baruch ScheAmar" (Gelobt sei Er, Der sprach und die Welt erschuf).

Jedoch alle vereinigen sich, wenn es zu "Jehi Chewod Haschem Le'Olam" (Soll der Ruhm von G’tt für immer existieren) kommt. Menschen stammen aus Deutschland oder aus Litauen, sie kommen von Ungarn oder von den chassidischen Hochburgen in Polen und Russland.

Vielleicht existieren Konflikte. Doch eine Sache bleibt, die vorrangig ist: „Möge der Ruhm von G’tt für immer existieren“ [Tehillim 104:31].

Wenn dies als vorrangiges Konzept existiert, können alle anderen Konflikte beigelegt werden.



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