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Raw Frand zu Parschat Nasso 5765

Das Paradox, zu behalten, was man weggibt

Die Parscha dieser Woche enthält die Pesukim (Verse): „Und jede Hebe, alle Heiligtümer der Kinder Israels, die sie dem Kohen (Priester) bringen, sollen ihm gehören („lo ji’h’jeh“), einem jeden sollen seine Heiligtümer gehören; dem Priester, dem er sie gibt, sollen sie gehören („lo ji’h’jeh“).“ [Bamidbar 5:9-10]

Diese Pesukim sind ziemlich schwer zu übersetzen. Das Subjekt des Satzes „lo ji’h’jeh“ („es soll ihm sein“) ist zweideutig. Auf wen bezieht es sich?

Raschi zitiert eine Aussage unserer Weisen, welche den Pasuk wie folgt auslegt: Ein Mensch, der dem Kohen alle Priestergaben so gibt, wie es sich gehört, wird grossen Reichtum erwerben. Dies erinnert an die rabbinische Lehre zum Passuk „Asser te’asser“: „Asser Bischwil Sche’tis’ascher“. („Verzehnte („asser“), auf dass du reich wirst („T’is’ascher“)“). [Talmud Schabbat 119a]

In einem Sefer (Buch) namens „Javin Schmua“ sah ich eine andere Erklärung des Ausdrucks „es soll ihm gehören“. Der Autor erzählt folgende Geschichte: In einem Königreich lebte ein sehr begüterter Jude. Der König fragte ihn, wie gross denn sein Vermögen sei. Der Jude nannte dem König eine Zahl. Der König blickte ihn an und sprach: „Du weißt genau, dass dies gelogen ist. Du besitzest vielleicht das vier- oder fünffache dieser Summe. Wieso bindest du mir einen solchen Bären auf?“

Der Jude antwortete dem König: „Der Betrag, den ich dir als mein Vermögen angegeben habe, entspricht den wohltätigen Gaben, welche ich über die Jahre gespendet habe. Das ist das einzige Geld, welches wirklich „mir gehört“. Ich mag wohl eine grosse Summe mehr Geld besitzen; du kannst jedoch morgen kommen und mir alles wegnehmen; dann habe ich nichts mehr. Geld, welches ich von einem Moment zum anderen verlieren kann, kann ich jedoch nicht zu meinem Vermögen zählen. Nur das, was mir für immer bleibt, die wohltätigen Spenden, die ich bereits weggegeben habe, ist mein wahres Vermögen.“

Das ist die Bedeutung des Passuks: „ Das, was ein Mensch dem Kohen gibt, wird ihm gehören.“ In dieser unsicheren Welt ist dies der einzige Besitz, von dem er sicher sein kann, dass er ihm gehören wird.

Leider sehen wir nur allzu oft, dass ein Mensch, der an einem Tag sieben Millionen Dollar sein eigen nannte, am nächsten Tag nur noch sieben Dollar in der Tasche hat. Dies geschieht dauernd. Man weiss nie, was der nächste Tag bringt. Das einzige, worauf sich der Mensch verlassen kann, ist, dass ihm der Verdienst seiner wohltätigen Spenden, die er weggegeben hat, für alle Ewigkeit sein Eigen bleibt.


Quellen und Persönlichkeiten:
Raschi (1040 - 1105) [Rabbi Schlomo ben Jizchak]: Troyes (Frankreich) und Worms (Deutschland); "Vater aller Torahkommentare".
Raschbaz (1361 – 1444) [Rabbi Schimon ben Zemach Duran]: Poet, Arzt und Talmudgelehrter; Autor des Werkes „Javin Schmua“; Majorca (Spanien), Algier (Algerien).
Rav Josef Ze’ev Lipovitz (1889 – 1962): Rabbiner und Ethik-Lehrer, Autor des Werkes „Nachlat Josef“ zu Megilat Ruth; Slobodka (Polen), Israel.



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