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/Paraschat Ejkew

Warnung

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Raw Frand zu Parschat Schlach Lecha 5769

Die Verbindung zwischen Beginn und Ende der Parscha

Diese Parscha beginnt mit der Geschichte der Spione und endet mit der Mizwa von Zizit (Schaufäden an den Ecken eines viereckigen Kleidungsstückes). Ein eher ungewöhnliches Wort wird in dieser Parscha mehrmals benutzt, in verschiedenen grammatischen Formulierungen. Zu Beginn der Parscha steht, "Sende hinaus Männer, damit sie das Land Kena‘an ausspionieren (wejaturu)" [Bamidbar 13:12]. Dasselbe Wort wird gegen Ende der Parscha bei der Mizwa von Zizit benutzt. "Und ihr sollt euch nicht verleiten lassen (welo taturu) durch eure Herzen und Augen, die euch auf Abwege führen" [Bamidbar 15:39].

Diese Auffälligkeit wird sowohl von Raschi als auch anderen klassischen Torah- Kommentatoren nicht übersehen. Raschi sagt dazu: Das Herz und die Augen sind "Spione" für den Körper und vermitteln ihm die Sünden. Das Auge sieht, das Herz begehrt und der Körper sündigt. In anderen Worten, es besteht eine Verbindung zwischen der tragischen Mission der Spione und der Warnung, nicht dem Herz und den Augen zu folgen.

Der Schemen HaTow schlägt eine andere Verbindung vor. Raschi benutzt den Ausdruck "das Auge sieht und das Herz begehrt (ha'Ajin ro‘e wehaLew chomed)." Wenn diese Reihenfolge wirklich stimmt, dass das Auge sieht, das Herz begehrt und dass der Körper sündigt, weshalb steht dann nicht im Pasuk: "du sollst dich nicht nach deinen Augen und deinem Herzen verirren"? Die Reihenfolge im Pasuk ist umgekehrt - "du sollst dich nicht durch dein Herz und deine Augen verleiten lassen!"

Offenbar beginnt doch alles im Herzen! Doch wieso? Die Antwort ist, dass wir alle mit einem Gewissen geboren wurden. Bei den meisten von uns arbeitet dieses Gewissen noch. Bevor wir etwas tun, das wir nicht tun sollten, macht uns unser Gewissen Probleme. Eine kleine Stimme verkündet in unserem Kopf: "Geh dort nicht hin. Tu dies nicht. Dies ist nicht für dich. Halte dich fern davon."

Wie gehen wir an dieser penetranten Stimme vorbei? Indem wir unsere unheimliche Fähigkeit benutzen Dinge zu verdrängen. Wir ignorieren die Stimme. Wir erfinden die besten Ausreden und wir können fast jede Sünde in eine Mizwa verwandeln. "Ich brauche es. Ich muss es haben. Es geht mir nicht gut. Ich bin depressiv. Ich bin arm. Ich bin dies, ich bin jenes, was auch immer. Es wird für mich gut sein."

Dies tun wir. Um dies zu erreichen, benötigen wir ein Herz. Um eine Sünde in eine Mizwa zu verwandeln, muss der Prozess vom Herzen ausgehen. Dies ist die Reihenfolge von "irre nicht deinem Herzen oder deinen Augen nach." Es stimmt schon, wie Raschi sagt, dass es körperlich mit den Augen beginnt. Doch psychologisch muss es zuerst durch das Herz gehen. Das Herz muss es "zulassen", durch den unlogischen Prozess des Verdrängens.

Genau dies geschah mit den zehn Spionen (allen ausser Jehoschua und Kalew). Sie wurden auf eine Mission geschickt, um Erez Jisrael anzuschauen. Sie kamen alle mit einem negativen Bericht zurück. Was war ihr Problem? Weshalb sahen sie alles in einem negativen statt in einem positiven Licht? Die Antwort, so sagen die Kommentatoren, ist dass sie die innere Stimme verdrängten.

Entweder sahen sie sich als Führer an und fühlten, dass sie nach dem Einzug in Erez Jisrael diese Führerschaft verlieren würden. Oder vielleicht war das Leben in der Wüste einfach zu bequem. Sie wachten am Morgen auf und gingen hinaus, um ihr Manna zu sammeln. Sie mussten sich nicht um ihre Kleider sorgen, da ihnen diese am Körper mitwuchsen und von den Wolken gewaschen und gebügelt wurden. Sie mussten sich nicht um eine Unterkunft sorgen. Sie mussten nicht graben oder pflanzen. Sie mussten sich nicht um einen Bauernhof oder ein anderes Einkommen sorgen. In der Wüste hatten sie keine Sorgen. Es war nicht einfach, ein solches Leben aufzugeben.

Was immer die Logik dahinter war, es war ihr Verdrängen und ihre Angst - die beide durch ihr Herz hervorgerufen wurden - die ihre Taten verdrehten. Dies ist die Verbindung zwischen den Worten "wejaturu et Erez Kena‘an" zu Beginn der Parscha und dem "welo taturu acharej Lewawchem weachrej Ejnejchem" am Ende der Parscha.

Wir müssen uns immer davor hüten, dass unsere Herzen abirren und - durch Verdrängung - eine Sünde in eine Mizwa verwandeln.



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