Raw Frand zu Parschat Chukat 5766 (Beitrag 2)

Der Verlust von Israels Friedensstifter löst einen Angriff der Kenaniter aus

Die Torah berichtet in der dieswöchigen Parscha über den Tod von Aron haKohen (Aron, dem Priester). Der Vers hält fest, dass der kananitische Herrscher bis zu diesem Zeitpunkt Bedenken hatte, Israel anzugreifen. Jetzt aber hörte er etwas („vajischma ha’Kenani“), das ihn dazu bewog, Krieg mit Israel zu suchen.

Der Talmud erklärt im Traktat Rosch Haschana, dass die Kunde vom Tod Aron haKohens zu ihm gedrungen war. Nach Arons Tod verschwanden die g’ttlichen Schutzwolken. Der kananitische König deutete dies als Zeichen des Einverständnisses, gegen Israel kämpfen zu dürfen. Was hatte es mit dem Tod Arons auf sich, dass er das jüdische Volk verletzlich für feindliche Angriffe machte?

Der Ateret Mordechai erwähnt folgende Lehre unserer Weisen: „Aron HaKohen war ein Rodef Schalom, der den Frieden im Klall Israel förderte. Sobald Aron nicht mehr unter ihnen weilte, flammte Streit auf. Die Leute stritten untereinander und die Kinder Israels wurden anfällig gegen äussere Angriffe.

Der Ateret Mordechai verbindet diesen Gedanken weiter mit folgendem Vers in Parschat Lech lecha: „Es brach Streit aus zwischen den Schafhirten von Avraham und den Schafhirten von Lot. Dazumal war der Kenani im Land.“ [Bereschit 13:7]

Was bedeutet die Feststellung: „Der Kenani war im Land“? Der Ateret Mordechai bemerkt dazu, dass sich hier der gleiche Gedanke wie in unserer Parscha versteckt: Solange Friede zwischen den Hirten Avrahams und denjenigen von Lot herrschte, diente das gute Einvernehmen als Schutz gegen Feinde von aussen; sobald jedoch Streitigkeiten ausbrachen, gab es wegen der Gegenwart des Kenani im Lande Grund zur Besorgnis.

Bricht im jüdischen Volk Streit aus, wird es verletzbar für äussere Feinde.


Quellen und Persönlichkeiten:
Ateret Mordechaj: Rav Mordechaj Rogov ["Ateret Mordechaj"] (verst. 1967): Rosch Jeschiwa des Beit Hamidrasch LaTorah; Mir (Litauen), Schanghai, Chicago.



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