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Warum Zurechtweisung zuerst in Andeutungen und erst nachher ausführlich? - Raw Schlomo Katz zu Paraschat Dewarim-Chason 5780 Beitrag 1

Warum Zurechtweisung zuerst in Andeutungen und erst nachher ausführlich?

"Ejle Hadewarim - Dies sind die Worte, die Mosche zu ganz Jisrael diesseits des Jardens in der Wüste, in der Arawa, gegenüber dem Jam Suf, zwischen Paran und Tofel, und Lawan und Chazerot und Di Sahaw sprach." (1:1)

Raschi schreibt: Aus Rücksicht auf Jisrael tadelte Mosche sie nicht ausdrücklich; sondern unterdrückte die Details ihrer Sünden und deutete diese nur durch die Namen der

Orte an.  Zum Beispiel "Di Sahaw", welches "Genügend Gold" bedeutet, spielt auf das Goldene Kalb an, welches sie machten, weil sie eine Fülle von Gold hatten.

Rabbi Schimschon Chajim Nachmani s"l (Italien: 1706-1779) fragt: Was erreichte Mosche damit, dass er auf die Sünden der Benej Jisrael nur anspielte, wenn er sie doch später im Sefer Dewarim detailliert besprach?

Er erklärt: Der Midrasch Rabba lehrt uns, dass es passend gewesen wäre, dass die Warnungen und Flüche, die in der Tora besprochen werden, von Bil’am ausgesprochen werden sollten, während die Berachot von Mosche Rabbejnu ausgesprochen werden sollten. Warum geschah jedoch das Gegenteil? Weil die Benej Jisrael, falls Bil’am vorausgesagt hätte, dass die Benej Jisrael bestraft werden würden, wenn sie sündigen, gesagt hätten: "Dies kann nicht ernst genommen werden! Wir wissen, dass er uns hasst!" Und, falls Mosche die Berachot ausgesprochen hätte, hätten die Nationen der Welt gesagt: "Natürlich hat er Euch gesegnet! Er liebt euch!"

Rabbi Nachmani schliesst mit den Worten: Von diesem Midrasch können wir lernen, warum Mosche seinen Tadel zuerst in Anspielungen verhüllte. Er wollte seine Liebe für Benej Jisrael demonstrieren, deshalb spielte er auf ihre Sünden in einer Weise an, die sie nicht beschämen würde. Dann, nachdem er seine Liebe für sie schon aufgezeigt hatte, konnte er sie ausführlicher tadeln (Sera Schimschon).

Warum führte Mosche Rabbenu Benej Jisraels Sünden nicht in chronologischer Reihenfolge auf? Rabbi David Halevi s"l, bekannt als der "Tas" (1586-1667), Polen, erklärt:

Die Gemara (Joma 35b) lehrt: Hillel lässt arme Leute als schuldig erscheinen, während Josef Leute mit starken physischen Begierden als schuldig erscheinen lässt. Wieso? Wenn jemand sagt: "Ich war zu arm, um Tora zu lernen", wird Haschem ihm antworten: "Warst du ärmer als Hillel?" Wenn jemand sagt: "Ich war so attraktiv und so sehr damit beschäftigt, meinen Jezer Hara zu bekämpfen, ich konnte ihn nicht überwinden", wird Haschem ihm antworten: "warst du mehr attraktiv als Josef, der der Versuchung von Potiphars Frau nicht erlag?"

Ebenso könnten die Benej Jisrael für einige ihrer Sünden Entschuldigungen anbringen, zum Beispiel: "Wir waren hungrig!" "Wir waren durstig!" "Wir wurden von den Töchtern von Moaw verführt!" Deshalb streute Mosche in die Liste Sünden ein, für die es keine Ausrede gab, zum Beispiel "gegenüber dem Jam Suf", wo sie in Frage stellten, ob sie wirklich vor den Ägyptern sicher waren. Sie sagten nämlich, so wie wir vom Schilfmeer gerettet wurden, genauso steigen die Ägypter an einem anderen Ort aus dem Meer und werden uns schlussendlich weiter verfolgen. (siehe Arachin 15a). (Diwrej David)

 

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Die Bearbeitung der Beiträge dieser Woche erfolgte durch Mitarbeiter des Jüfo-Zentrums in Zürich

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