Adar Rischon
/Paraschat Ki Tissa/


Raw Frand zu Parschat Schoftim 5770

Zuhause ist, wo das Bejt Din ist

Die Parscha (der Wochenabschnitt) beginnt mit folgendem Passuk (Vers): Richter und Aufseher (Polizisten) sollst du für deine Stämme in allen deinen Toren (Städten, Siedlungen), die der Ewige, dein G“tt, dir gibt, einsetzen, dass sie das Volk in Gerechtigkeit richten.“ [Dewarim 16, 18]. Der Sifri, wie auch Raschi zur Stelle leiten davon die Halacha (das Toragesetz) ab, dass es eine Pflicht ist, für jeden Stamm und in jeder Stadt in Erez Jisrael (Land Israel) Gerichtshöfe zu etablieren. Falls in Erez Jisrael Leute von verschiedenen Stämmen in einer Stadt wohnen, ist es ein Gebot für jeden Stamm separat einen Bejt Din (Gerichtshof) einzusetzen.

Der Talmud im Traktat Makot (7a) leitet von den Versen folgende Halacha ab: Falls es in Erez Jisrael verschiedene Regionen gibt, ist es sogar ein Gebot auf regionaler wie auf lokaler Stufe über Gerichtshöfe zu verfügen. Jedoch ausserhalb Israels reichen Gerichte auf regionaler Stufe aus, Gerichtshöfe in jeder Stadt sind nicht vonnöten. Es stellt sich die Frage, wieso das Land Israel und die Gebiete ausserhalb derart unterschieden werden?

Rav Mordechaj Gifter gibt folgende Antwort: Jede Gesellschaft benötigt ein Gerichtssystem um funktionieren zu können. Eine effiziente Gesellschaft benötigt alle Arten von Gerichtshöfen, Friedensrichter, Verkehrsgerichte, Strafgerichte, Apellationsgerichte, Staatsgerichte, usw.

Mit der obigen Dichotomie macht die Halacha folgende Aussage: In Chuz laArez (ausserhalb des Landes Israel) – da dies nicht unsere eigentliche Heimat ist – sind wir nicht fähig eine vollkommen funktionierende, wirkungsvolle und fehlerlose Gesellschaft herzustellen, auch nicht mit einer vollen Auswahl von Gerichtshöfen. Nur in unserer Heimat ist dies möglich.

Diese Woche ist bereits die vierte Woche der siebenwöchige Trostperiode, welche die Zeit zwischen Tisch’a beAw und Rosch Haschana umfasst. Wollen wir doch den Allmächtigen anflehen, mögen wir doch den Verdienst haben, in Bälde Maschiach entgegenzugehen, um wieder in einer geistig hohen und makellosen Gesellschaft leben zu können.

Quellen und Persönlichkeiten:
Rav Mordechaj Gifter (1916 – 2001): Rosch Jeschiwa der Telser Jeschiva in Cleveland, Ohio; USA.



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